SPD-Politiker: „Iran hatte mich als Anschlagsziel im Visier“

„Der SPD-Politiker Reinhold Robbe hat die Bundesregierung nach seiner Beschattung durch den iranischen Geheimdienst zu einer Protestnote gegen Teheran aufgefordert. ‚Die Bundesregierung darf diesen Fall und dieses Urteil nicht ignorieren. Es wäre inakzeptabel, setzte die Bundesregierung in ihren Beziehungen zum Iran auf business as usual‘, sagte der frühere Wehrbeauftragte der Welt. (.…) Ende März hatte das Berliner Kammergericht einen Pakistaner, von dem Reinhold Robbe zuvor mindestens ein Jahr im Auftrag Teherans ausspioniert worden war, zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. (…)

Robbe sprach vom ‚ersten Fall einer nachgewiesenen iranischen Spionagetätigkeit, die sich nicht gegen eine Institution oder Firma, sondern einen Menschen mit politischem Hintergrund richtet‘. Der SPD-Politiker war bis 2015 Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Der Spion hatte unter anderem Besuche Robbes in der Geschäftsstelle der DIG in Berlin fotografisch festgehalten. „Es handelt sich um ein umfängliches Bewegungsprofil, sagte Robbe: ‚Er wusste genau, welche Bushaltestellen ich nutze, mit welcher U-Bahn ich fahre.‘ Robbe wirft Teheran vor, Mordpläne gegen ihn gehegt zu haben. ‚Ganz offenkundig hatte der Iran mich als mögliches Anschlagsziel identifiziert, womöglich für eine bestimmte politische Situation.‚“ (Daniel Friedrich Sturm: „SPD-Politiker wirft Iran Mordkomplott vor“)

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