Saudische Journalisten propagieren Friedensschluss mit Israel

„Saudische Experten haben Israel in den letzten paar Wochen reihenweise auf Twitter verteidigt. Ebenso haben sich saudische Journalisten und Wissenschaftler in den Medien zugunsten Israels zu Wort gemeldet. Ein führender saudi-arabischer Wirtschaftswissenschaftler meint, Israel werde nach einem Friedensschluss ein wichtiges Urlaubsziel für abenteuerlustige Saudis sein.

Der Dozent am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Prinz-Sultan-Universität im saudischen Riad Hamza alSalem erklärte am Freitag auf Twitter: ‚Für den Fall, dass es zu einer Friedensvereinbarung mit Israel kommt und die Visa- und Ein- und Ausreiseregeln einfach gestaltet werden, gehe ich davon aus, dass [Israel] der wichtigste Urlaubsort für Saudis wird. Seine Natur und Entwicklung macht es zu einem der schönsten Länder, die Gott geschaffen hat. Es verbindet den Schönheitssinn des Ostens und des Westens sowie den von alter und neuer Zivilisationen. Niemand wird unseren Friedensschluss mit Israel ausschlachten können. Die Regierung wird keine Hetze gegen ihn dulden.’ AlSalem promovierte  2005 an der Clark University in Worcester im US-amerikanischen Massachusetts in Wirtschaftswissenschaften.

Saud Fozan, der als Journalist für AlSharq.net tätig ist, erklärte Ende Oktober über Twitter: ‚Ich will hier nicht die Juden, d.h. die Israelis, verteidigen, aber wenn wir mal ehrlich sind … zeige mir einen Israeli, der einen einzigen Saudi getötet hat. Im Gegenzug kann ich 1000 Saudis nennen, die Angehörige ihrer eigenen Sippschaft mit Sprengstoffgürteln ermordet haben, indem sie sich Al Qaeda und dem Islamischen Staat anschlossen.’ Ein anderer saudischer Journalist, Mohammed Al Shaikh, der für die Tageszeitung Al Jazirah schreibt, meinte auf Twitter: ‚In der Tat, Iran und nicht Israel ist unser größter Feind. Mein Land wird von den Persern bedroht. Nur ein Narr und Idiot würde annehmen, unsere Liebe zu Palästina sollte zulasten unseres eigenen Landes gehen.’ Die Tweets wurden vom Al Jazeera-Journalisten Saad Abedine auf seinem eigenen Twitter-Account gesammelt und übersetzt.“ (Bericht in der Jerusalem Post: „Saudi Arabian pundits take to social media praising Israel“)

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