Saudis gegen Iran: Das Duell der mörderischen Regimes

„‚Der Iran muss sich entscheiden, ob er ein Nationalstaat oder eine Revolution ist‘, erklärte am 9. Januar der saudische Außenminister Adel al-Jubeir. In dieser Frage unterscheidet sich das iranische außenpolitische Selbstverständnis vom saudischen fundamental. Der Iranist Kaveh L. Afrasiabi spricht von einem ‚Quasi-Staat‘ Iran, der ‚in einer dualen Aktionslogik die disparaten Interessen von Revolutionismus und Nationalstaatlichkeit vermischt‘. Deshalb verweigere sich das Regime der gewöhnlichen Diplomatie. … Erst, ‚wenn der Iran sich wie ein normales Land verhalte und internationale Normen respektiere‘, würden die Beziehungen ‚wieder normalisiert‘, sagte der saudische Außenminister, nachdem er die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen und die Flüge in den Iran eingestellt hatte. Die Lage ist so paradox, dass man diese Haltung ausgerechnet einem Land wie Saudi-Arabien, einem der grausamsten und reaktionärsten Regimes der Welt, beinahe zugutehalten muss, während der Westen weiter im Appeasement-Modus verharrt.“ (Der deutsche Politikwissenschaftler Matthias Küntzel über die Verschärfung des Konflikts zwischen zwischen Saudi Arabien und der Islamischen Republik Iran: Neue Feinde)

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