Saudi-Arabien stellt Palästinenserpräsident Abbas ein Ultimatum

„Einem israelischen Bericht vom Sonntag zufolge hat Saudi-Arabien den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Abbas angewiesen, entweder das israelisch-palästinensische Friedensabkommen zu akzeptieren, das die Trump-Administration zur Zeit vorbereitet, oder zurückzutreten. Die New York Times berichtete am Samstag unter Berufung auf Regierungsvertreter und Experten, dass die Trump-Administration begonnen habe, einen Plan für ein auf einer Zweistaatenlösung beruhendes israelisch-palästinensisches Friedenabkommen zu erarbeiten. Ein hochrangiger Berater im Weißen Haus erklärte, der Plan werde versuchen, sich umstrittener Fragen wie des Status Jerusalems und der Siedlungen im Westjordanland anzunehmen. Abbas wurde vor sechs Tagen überraschend vom Büro des mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman nach Riad zitiert. Dort wurde er nicht nur angewiesen, ‚Trumps Friedensplan anzunehmen oder zurückzutreten’. Zudem wurde ihm dem israelischen Sender Channel 10 zufolge mitgeteilt, er habe sich von jeder Einflussnahme des Iran fernzuhalten.

Die saudischen Behörden stellten klar, sie seien über die Bilder vom Besuch des stellvertretenden politischen Oberhaupts der Hamas Saleh al-Arouri in Teheran im Oktober bestürzt gewesen. Arouri unterzeichnete auf Seiten der Hamas das Versöhnungsabkommen mit der Fatah Abbas’, die vergangenen Monat in Kairo unterzeichnet wurde. Die Saudis verdeutlichten zudem, dass libanesische Aktivisten der Fatah nicht länger mit der vom Iran unterstützten Terrorgruppe Hisbollah zusammenarbeiten dürften. Seitdem diese Warnungen öffentlich wurden, die die neue palästinensische Einheitsvereinbarung gefährden könnten, die zwischen der Fatah und der vom Iran unterstützten Hamas, die den Gazastreifen regiert, unterzeichnet wurde, haben die palästinensischen Medien in den vergangenen Tagen in ihrer Kritik am Iran ein seltenes Maß an Einigkeit gezeigt.“ (Sue Surkes: „Saudis told Abbas to accept Trump peace plan or resign – report“)

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