„Islamischer Staat“: Rückzugsgefecht oder Strategie?

„Doch hinsichtlich der gemutmaßten Kausalität zwischen den Geländeverlusten und der europäischen Terroroffensive des IS sind Zweifel angebracht. Denn das Vorgehen des IS im Nahen Osten und sein Agieren in Europa erweisen sich bei näherer Betrachtung als zwei Ausformungen ein und derselben Strategie. Sie geht auf ein Buch des 1961 geborenen ägyptischen Jihadisten Abu Bakr Naji zurück, das dieser im Jahr 2004 unter dem Titel ‚The Management of Savagery‘ (‚Management der Barbarei‘) auf Arabisch verfasst hat, und das auch in englischer Sprache im Internet frei abrufbar ist. Lange Zeit blieb das Werk in der jihadistischen Szene ohne Einfluss. Das änderte sich, als es die Führungsriege des IS in die Finger bekam. …

William McCants beklagt, die Bedeutung von Najis Strategiehandbuch werde im Westen unterschätzt: ‚Alle glauben, da sind Verrückte am Werk. Aber in Wirklichkeit folgt der Islamische Staat einem Plan – einer Strategie –, mit der selbst die absurdesten Gewaltakte als logisch und rational zu rechtfertigen sind‘, so McCants, der von Neumann für dessen Buch ‚Die neuen Dschihadisten‘ interviewt worden ist.“ (Der an der Universität von Luxemburg tätige Geisteswissenschaftler Thorsten Fuchshuber in der deutschen Wochenzeitschrift Jungle World: „Das Management der Barbarei. Der ‚Islamische Staat‘ verfolgt eine Strategie in Europa. Sie ist seit 2004 bekannt“)

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