Red Bull Salzburg lässt israelischen Spieler im Regen stehen

„‚Es ist ja keine extreme Überraschung, dass ein israelischer Sportler nicht in ein arabisches Land einreisen darf.‘ Sagt Paul Haber, renommierter Sportmediziner und Präsident des großen jüdischen Sportclubs Hakoah Wien. Haber hat am Montag mit Verwunderung die Verwunderung des österreichischen Fußballmeisters Red Bull Salzburg darüber registriert, dass dessen israelischer Spieler Munas Dabbur nicht mit der Mannschaft zum Trainingslager nach Dubai fliegen konnte, weil er keine Einreisegenehmigung erhalten hatte. ‚Das Trainingslager‘, sagt Haber dem Standard, ‚hätte abgesagt gehört. Die ganze Mannschaft hätte nach Spanien fliegen sollen.‘ (…)

Hakoah-Präsident Paul Haber würde sich wünschen, ‚dass Länder, die Sportlern die Einreise verweigern, vom internationalen Sport boykottiert werden‘. Er muss aber feststellen, dass sich sein Wunsch so bald nicht erfüllen wird. ‚Rückgrat zu zeigen, ist keine allgemein verbreitete Haltung.‘ Nach dem ersten Training in Dubai am Montagvormittag hielt Salzburg fest: ‚Gut zwanzig Grad, nicht kalt, nicht zu heiß, ideale Bedingungen.‘“ (Fritz Neumann: „‚Das Trainingslager hätte abgesagt gehört‘“)

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