Raketenbau und Urananreicherung: So gut ist der Atomdeal mit dem Iran

Hassan Rohani und Ali akbar Salehi vor dem Atomreaktor in Bushehr

„Der Iran hat sein Raketenprogramm nicht aufgegeben und hat auch nicht die Absicht, es einzustellen, erklärte Präsident Hassan Rohani am Sonntag, drei Tage nachdem das Repräsentantenhaus ein Gesetz verabschiedete, das wegen dessen Langstreckenraketenprogramm neue Sanktionen gegen Teheran verhängen würde. In einer landesweit im Fernsehen ausgestrahlten Rede bestand Rohani darauf, es gebe keine internationalen Übereinkünfte, die die Entwicklung derartiger nichtatomarer Waffen untersage, und der Iran habe das Recht, sie zu Verteidigungszwecken zu produzieren. ‚Wir werden alle Waffen, die wir zur Verteidigung unserer territorialen Integrität und unserer Nation benötigen, bauen, produzieren und lagern’, erklärte er einer von der Nachrichtenagentur der Iranischen Studenten verbreiteten Übersetzung zufolge. Während der Rede griff Rohani die Vereinigten Staaten wiederholt wegen ihres ‚wankenden’ Bekenntnisses zu dem mit der Obama-Administration vereinbarten Atomabkommen an. Präsident Trump hat das Abkommen immer wieder kritisiert und weigerte sich vor kurzem, die Einhaltung des Abkommens durch den Iran zu zertifizieren. Allerdings kündigte er das Abkommen seinen vorherigen Drohungen zum Trotz nicht auf. ‚Auf die Administration eines Landes, das internationale Vereinbarungen aufkündigt, ist kein Verlass’, so Rohani.“ (Ramin Mostaghim: „Nuclear deal won’t stop Iran from producing missiles, Rouhani says“)

„Der Chef des iranischen Atomprogramms erklärte am Sonntag, sein Land könne in nur vier Tagen mit der Produktion waffenfähigen Urans beginnen, sollte das Atomabkommen mit den Weltmächten platzen. Außerdem würden die internationalen Inspektoren keinen Zugang zu den gesperrten militärischen Standorten erhalten. Das Oberhaupt der Iranischen Atomenergiebehörde Ali Akbar Salehi sagte, Teheran würde es zwar bevorzugen, das Atomabkommen nicht platzen zu lassen, doch könnte die Anlage in Fordo die Urananreicherung schnell hochfahren. ‚In Fordo können wir innerhalb von vier Tagen um 20 Prozent (angereichertes Uran) produzieren, sollte das Atomabkommen platzen’, erklärte Salehi Reportern gegenüber. Eine englische Übersetzung seiner Bemerkungen wurde von der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars verbreitet. (…) Salehi beharrte zudem darauf, dass die Atominspektoren keinen Zugang zu iranischen Militärstandorten erhalten würden.“ (Bericht der Times of Israel: „Iran’s nuclear chief says weapons-grade uranium only 4 days away“)

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