Parlamentarische Anfrage wegen Finkelstein-Vortrag

„Ende Januar war der der US-Politologe Norman Finkelstein am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung (MPI) in Halle an der Saale zu Gast. Ein Vorgang, der zum Politikum geworden ist. Ein Politikum, das nun auch den Bundestag beschäftigt. Denn in einer kleinen Anfrage der Grünen-Fraktion an die Bundesregierung, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, wird die Informationspolitik des MPI zu Finkelstein thematisiert. (…) Finkelstein macht keinen Hehl daraus, wie tief seine Abneigung gegen den Staat Israel sitzt, den er auch als ‚Monster‘ bezeichnet. Verständnis zeigte er für Hamas und Hisbollah, islamistische Terrorgruppen, die Israel vernichten wollen. (…)

Die Direktorin [des MPI Halle], die in ihrer belgischen Heimat bereits vor Jahren Finkelstein zu einer Veranstaltung eingeladen hat, ist von der Kritik überrascht; sie ‚verwehrt‘ sich gegen den Versuch, den Auftritt in Halle zu politisieren. ‚Wenn wir bei unseren Einladungen bestimmte Wissenschaftler aufgrund ihrer politischen oder ideologischen Positionen ausschließen würden, würden wir den Status eines wissenschaftlichen Forschungsinstituts nicht verdienen.‘ Auch an diesem Punkt setzt allerdings die Grünen-Anfrage an. Die Abgeordneten klopfen bei der Bundesregierung ab, inwiefern es sich bei der Einladung Finkelsteins um einen ‚wissenschaftlich begründeten oder begründbaren Vorgang‘ handelte. Aus der Antwort könnte hervorgehen, ob die Bundesregierung Norman Finkelstein für einen ernstzunehmenden Wissenschaftler hält – oder nicht.“ (Oliver das Gupta: „Auftritt von Israel-Hasser hat parlamentarisches Nachspiel“)

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