Paris und der übliche Verdächtige Israel

Der antisemitische Israel-Hasser zeichnet sich dadurch aus, dass nichts Schreckliches auf der Welt geschieht, für das er nicht den jüdischen Staat verantwortlich macht. Mary Hughes-Thompson, Mitbegründerin des Free Gaza Movement und auf Twitter unter dem bezeichnenden Namen „Mariapalestina“ zu finden, ist so ein Fall. Schon nach den Anschlägen auf die Charlie-Hebdo-Redaktion und einen koscheren Supermarkt vergangenen Januar konnte sie nicht anders, als hinter den Morden eine verdeckte Operation des Mossad zu vermuten. Und obwohl sie an und für sich damit beschäftigt ist, den angeblich bereits seit 68 Jahren andauernden „Holocaust gegen die Palästinenser“ zu beklagen, fand sie auch jetzt die Zeit, Vermutungen über den Hintergrund der erneuten Anschläge in Paris anzustellen: „I haven’t accused Israel of involvement. Still, Bibi is upset about the European settlement boycott. So who knows?“ Nun, im Grunde eigentlich jeder, dessen Denken nicht von einem derart pathologischen Hass auf Israel beseelt ist, dass er es für vorstellbar hält, dass der jüdische Staat selbst hinter koordinierten Blutbädern steckt, die zumindest zum Teil antisemitisch motiviert gewesen sein dürften.

Das Bataclan am Tag nach dem Anschlag


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