Und wieder öffentliche Hinrichtungen im Iran, dem neuen Freund des Westens

Hinrichtungen auf öffentlichen Plätzen in Saudi-Arabien sorgen immer wieder für scharfe Kritik am wahhabitischen Königreich. Saudi-Arabien ist allerdings keineswegs das einzige Land im Nahen Osten, in dem öffentlich Exekutionen vollzogen werden. Seltsamerweise ist aber kaum Kritik zu vernehmen, wenn zum Beispiel das iranische Regime seine Henker in aller Öffentlichkeit ihre dreckige Arbeit verrichten lässt. So geschehen etwa gerade eben:

„Ein Gefangener ist im Bezirk Salmas (West-Aserbaidschan) vor einer Menge öffentlich hingerichtet worden. Einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Javan zufolge erfolgte die öffentliche Hinrichtung am Donnerstagmorgen (14. September). (…)

Die Nachforschungen von Iran Human Rights ergeben, dass 2016 im Iran 33 Menschen öffentlich gehenkt wurden. Bei den meisten Hinrichtungen waren Hunderte Menschen, darunter auch Kinder, zugegen. Menschenrechtsaktivisten und aufgeklärte Angehörige der Zivilgesellschaft habe diese Praxis stets scharf kritisiert.“ (Iran Human Rights: „Prisoner Hanged in Public While Crowd Watched“)

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