Warum so viele Deutsche Israel nicht verstehen

„Jeder Politiker, der aus Deutschland nach Israel kommt, fordert mit den immer gleichen stereotypen Sätzen die Zwei-Staaten-Lösung. Die wollen wir Israelis auch, aber viele Deutsche verstehen nicht, dass man diese Lösung nicht erzwingen kann. Dazu muss man Vertrauen aufbauen, sich wieder näher kommen – und dazu braucht man verlässliche Partner auf der anderen, der palästinensischen Seite. Die beiden Organisationen jedoch, die Sigmar Gabriel am Dienstag besucht hat, bauen kein Vertrauen auf, sondern säen nur neues Misstrauen. (…)

Ich war sowohl in Deutschland Soldat als auch in Israel, und ich habe kein Problem damit, wenn jemand Missstände klar benennt oder sie aufdeckt. Ich käme aber nicht im Traum auf die Idee, Herrn Gabriels Gesprächspartner auf eine Stufe mit Organisationen wie Amnesty International oder Greenpeace zu stellen. ‚Breaking the silence‘ und ‚Betselem‘ sind politische Gruppierungen, die ihr Geld aus dem Ausland bekommen und dort ein Israel-Bild zeichnen, das nicht der Realität entspricht, nämlich das eines Unrechtsstaates, der die Palästinenser im Westjordanland terrorisiert. In Israel selbst nimmt diese Propaganda, die im Übrigen auch den Antisemitismus schürt, mit Ausnahmen einiger extremer Linker niemand wahr. Und überhaupt: Wie kann es sein, dass Herr Gabriel mit dem größten Terrorförderer der Welt, der Islamischen Republik Iran und seiner antisemitischen Führung, kuschelt und Geschäfte vorantreibt? Meint er, Jerusalem sieht das nicht? Trifft er, geschweige denn, finanziert er regierungskritische Organisationen im Iran? Wenn nicht, wieso nicht?“ (Arye Sharuz Shalicar: „Viele Deutsche verstehen Israel nicht“)

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