Die Islam-Kritikerin und der Applaus von falscher Seite

„[I] in einem offenen Brief an Familienministerin Katarina Barley habe ich die geplante Förderung eines Workshops kritisiert, der von islamistischen Organisationen veranstaltet wurde. Das Ministerium forderte kurze Zeit später die Absage des Workshops und erklärte, dass die Veranstaltung nicht mehr finanziell unterstützt wird. Ich freue mich sehr über diese Entscheidung des Ministeriums, das damit einen Schritt in die richtige Richtung gegangen ist. Katarina Barley danke ich für ihre Kritikfähigkeit und die Bereitschaft, politische Entscheidungen zu überdenken. Leider muss ich mich nun aber erneut zu Wort melden. Denn ohne mein Einverständnis haben Sie [i.e. Politically Incorrect; Anm. Mena Watch] meinen offenen Brief auf Ihrem rechtsradikalen Portal PI-News veröffentlicht. Dabei haben Sie den Text an wichtigen Passagen gekürzt, damit er in Ihr wahnhaftes Weltbild passt, das der AfD und der Identitären Bewegung nahesteht. Ich sehe mich daher gezwungen, mich auf diesem Wege davon zu distanzieren und fordere Sie zugleich auf, den sinnentstellten Text von Ihrem Portal zu entfernen. (…)

Ich sage es offen und in aller Deutlichkeit: Hören Sie auf, mich für Ihre rechtsradikale Hetze zu instrumentalisieren! Meine Kritik am politischen Islam richtet sich nicht gegen Menschen, sondern gegen eine Ideologie der Gewalt. Ihre vermeintliche Islamkritik ist dagegen ein Deckmantel, unter dem Sie Ihren Rassismus und Ihre zynischen Abschottungsphantasien verschleiern. Um nicht missverstanden zu werden: Humanistische Religionskritik war schon immer eine Voraussetzung für Emanzipation und gesellschaftlichen Fortschritt. Der Islam sollte von dieser Kritik nicht ausgenommen werden. Gerade in sogenannten islamischen Ländern kämpfen Millionen Menschen jeden Tag gegen die Bewegung des politischen Islam, die Scharia und den Kopftuchzwang.  Die deutsche Politik hat lange Zeit den Fehler begangen, das Thema zu beschönigen und hat mit islamischen Organisationen zusammengearbeitet. Dies stärkt jedoch den problematischen Einfluss dieser Organisationen auf die Gesellschaft und führt zu Spaltung, Hass, Radikalisierung und Gewalt. Daher ist es wichtig, Kritik an dieser islamfreundlichen Politik zu äußern. Doch was Sie und Ihre rechtsradikalen Unterstützer betreiben, ist eine schmutzige Kampagne, die das gesellschaftliche Klima vergiftet. Sie sind ein Teil des Problems und nicht die Antwort.“ (Offener Brief von Mina Ahadi: „Hören Sie auf, mich für Ihre rechtsradikale Hetze zu instrumentalisieren!“)

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