Mena-Exklusiv

Was hat Trump wirklich über „radikalen Islam“ gesagt?

trumpSehr geehrte Redaktion der Salzburger Nachrichten,

in seinem Bericht über die Angelobung des neuen amerikanischen Präsidenten behauptet Thomas Spang, dass Donald Trump in seiner Antrittsrede angekündigt habe, „‚den radikalen Islam für immer vom Gesicht der Erde auszulöschen‘“. Das stimmt so nicht: Trump erwähnte nicht allgemein den „radikalen Islam“, sondern spezifischer den „radikalen islamischen Terrorismus“ – ein Unterschied, der in Hinblick auf die künftige Politik Trumps durchaus von Bedeutung sein kann. Denn er sprach nicht vom Kampf gegen die islamistische Ideologie an sich, sondern nur gegen eine ihrer Erscheinungsformen, den islamistischen Terrorismus. Spang hat Trump schlicht falsch wiedergegeben. Sollte man sich nicht darauf verlassen können, dass ein Zitat den tatsächlich gesprochenen Worten entspricht?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

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Syrien: Assad finanziert den Islamischen Staat

Von Thomas von der Osten-Sacken

Die Grenze zur Türkei kontrolliert ISIS nicht mehr, im Irak befinden sich die Jihadisten in der Defensive. Gerade melden die Eliteeinheiten der Golden Division, sie hätten nach 93 Tagen verlustreicher Kämpfe nun fast den ganzen Osten der Großstadt Mosul unter ihre Kontrolle gebracht. Und doch ist der IS nicht geschlagen, befindet sich seinerseits wiederum in Deir er Zor in Syrien in der Offensive und droht, die Stadt einzunehmen.

Nun mag man sich zu Recht die Frage stellen, wie der IS trotz aller Rückschläge noch immer so erfolgreich sein kann und vor allem, wo […]

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Pariser Konferenz: Viel Lärm um nichts

Von Alex Feuerherdt

paris-konferenzIn der französischen Hauptstadt kommen mehrere Dutzend Staaten zusammen, um darüber zu beraten, wie man das vermeintlich drängendste Problem im Nahen Osten lösen kann. Sowohl dieses Vorhaben als auch das Ergebnis des Treffens gehen meilenweit an der Realität vorbei. Einige Teilnehmer distanzieren sich im Nachhinein sogar ausdrücklich […]

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Russland, der Iran und die Türkei teilen sich die Beute

Von Thomas von der Osten-Sacken

iran_russia_turkeyIn Syrien ist etwas Ruhe eingekehrt, der von Russland vermittelte Waffenstillstand hält, da auch die Türkei eine Kehrtwende in ihrer Syrienpolitik vollzogen hat. In Kürze wird es Friedensgespräche in Kasachstan unter Ägide Russlands, des Iran und der Türkei geben zu denen weder die USA noch die EU eingeladen sind. Der Westen, so die Botschaft, hat im Nahen Osten nichts mehr zu melden. Drei Staaten, die sich alle eigentlich als imperiale Reiche verstehen und stolz sind […]

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The Times They Are A-Changin’

Von Florian Markl

Obama - Syria

Während die letzten unter den Journalisten verbliebenen Obama-Groupies den nahenden Abgang ihres Idols beweinen und dabei Texte zu Papier bringen, deren Tonfall eher zur Bravo als zu einer Qualitätszeitung passt (sehen Sie etwa Thomas Spangs Bericht über die letzte Weihnachtsfeier der Obamas im Weißen Haus in den Salzburger Nachrichten vom 24. Dezember), reicht ein Blick auf die folgende Schlagzeile, um den Bedeutungsverlust der USA zu ermessen, für den die Obama-Regierung in der wirklichen Welt verantwortlich ist: „Iran gegen US-Teilnahme an Syrien-Gesprächen“, ist auf orf.at zu lesen. Zur Erinnerung: Bei früheren Syrien-Gesprächsrunden, in Genf wie in Wien, wurde noch darüber diskutiert, ob dem iranischen Regime, das für den Tod hunderttausender Syrer mitverantwortlich ist, ein Platz am Verhandlungstisch gebührte. Heute sind es die Islamisten aus Teheran, die den Amerikanern die Tür weisen.

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Repression in der Türkei: „mehr als 10.000“ Verhaftete?

istanbulSehr geehrte Presse-Redaktion,

in seinem Artikel über die Hintergründe des Putschversuches vom Juli 2016 schreibt Michael Laczynski, in der Türkei seien seitdem „mehr als 10.000 Personen verhaftet“ worden. Das ist zwar keine falsche, aber doch eine so ungenaue Angabe, dass sie die Realität in der Türkei kaum adäquat erfasst: Laut der von kritischen Journalisten betriebenen Webseite Turkey Purge wurden bislang fast 89.000 Menschen festgenommen und über 42.000 verhaftet. Das ist doch eine etwas andere Größenordnung als „mehr als 10.000 Personen“. Oder ist bei der Zahlenangabe vielleicht eine Null verloren gegangen?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

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Tunesien: Aufarbeitung der Vergangenheit

Von Hannah Magin

tunisia_tdcAm Samstag den 14. Januar fand eine Zeugenanhörung der tunesischen „Kommission für Wahrheit und Würde“ statt, in der Opfer über systematische Folter und Gewalttaten durch Sicherheitskräfte des Ben-Ali-Regimes aussagten. Die Anhörung wurde landesweit im Fernsehen übertragen

Am 14. Januar 2011 glückte in Tunesien ein Staatsstreich. Der autokratische Herrscher Zine Abidine Ben Ali und seine Frau Leila Trabelsi mussten das Land verlassen. Die Ben Alis und die Trabelsis pflegten zuvor einen […]

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Rettung in letzter Minute

Von Thomas von der Osten-Sacken

putin_rohani_iiSeit klar ist, sie können dort tun und lassen, was sie wollen und niemand wird sie daran hindern, plaudern sie offen in Teheran und Moskau. So erklärte der russische Außenminister Lawrow, dass die massive russische Militärintervention 2015 Assad in letzter Minute […]

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BBC will „Fake-News“ entlarven – auch die eigenen?

Von Stefan Frank

bbc_loory_attackWie britische Zeitungen berichten, plant die BBC, „ein Team zu bilden, um Fakten zu checken und absichtlich irreführende und falsche Storys zu entlarven, die als echte Nachrichten verkleidet werden“. Ein plötzlicher Anflug von Selbstkritik bei der alten Tante des britischen Journalismus?

Seit Jahren wird der britischen Rundfunkanstalt vorgeworfen, die Zuschauer und Zuhörer mit falschen Storys über Israel, die als echte Nachrichten daherkommen, bewusst in die Irre zu führen und wesentliche Fakten zu verschweigen. Zu den namhaften Kritikern gehört u.a. Lord Grade, der ehemalige Vorsitzende des BBC-Board of Governors. Die BBC-Berichterstattung über […]

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Übersiedelt die „US-Regierung“ nach Israel?

JerusalemSehr geehrte Tagesschau-Redaktion,

mit wachsender Verwunderung habe ich das Gespräch mit Ihrem Korrespondenten Mathias Werth über die gestrige Konferenz über den israelisch-palästinensischen Konflikt verfolgt. Zuerst meinte Werth, dass alle in Paris versammelten Nationen die „Zweistaatenlösung für den Nahen Osten“ forderten. Wirklich, zwei Staaten für „den“ Nahen Osten? Oder kann es sein, dass Werth den palästinensisch-israelischen Konflikt mit dem Nahen Osten schlechthin verwechselte? Und gleich im Anschluss daran behauptete er [...]

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