Mena-Exklusiv

Obamas Millionen-Abschiedsgeschenk für die Palästinenser

Sehr geehrter Herr Herrmann,

in Ihrer Reportage über den amerikanischen „Rostgürtel“ zitieren sie eine Republikanerin, die sich über die Mainstream-Medien beschwerte: „Nur damit beschäftigt, Trump mit Dreck zu bewerfen, hätten sie nicht einmal darüber berichtet, dass Obama an seinem letzten Amtstag der PLO mal eben so 250 Millionen Dollar überwiesen habe.“ Sie entgegneten darauf, dass sie „die Sache mit dem Geld für die Palästinenser zum ersten Mal höre(n)“. Erlauben Sie mir, ein wenig Licht in diese Sache zu bringen, die im Detail zwar nicht ganz stimmt, im Großen und Ganzen aber wahr ist – und keine bloße Einbildung eines Trump-Fans aus dem Rostgürtel. [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Was der „Standard“ für „die Realität“ in Israel hält

Von Florian Markl

„Ich wollte den Nahost-Konflikt beiseitelassen“, sagt der Regisseur Michael Pfeifenberger im Kurier-Interview, „weil er immer wieder missbraucht wird für Ressentiments – nicht nur gegen Israelis, sondern gegen Juden im Allgemeinen. Nach dem Motto: Ich habe ja nichts gegen die Juden, aber schaut einmal hin, was sie in Israel machen.“ In Kürze kommt Pfeifenbergers jüngster Film „Desert Kids“ ins Kino. „Ich wollte nicht einen von vielen Filmen über den Nahost-Konflikt machen, sondern einmal zeigen, dass es auf muslimischer wie auch auf jüdischer Seite junge Menschen gibt, die sich trotz aller Konflikte als Israelis fühlen und [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Zwanghafte Dämonisierung Israels

Von Stefan Frank und Alex Feuerherdt

Der Karikaturist Horst Haitzinger hat erneut eine Karikatur veröffentlicht, die sich einer antisemitischen Bildsprache bedient. Zudem enthält sie Anspielungen auf die Shoa, die gegen Israel gewendet werden.

Juden mit Gift in Verbindung zu bringen – sei es im wörtlichen Sinn (wie bei den „Brunnenvergiftern“) oder im übertragenen (Juden „vergiften“ die Gesellschaft, die Kultur, die internationalen Beziehungen usw.) –, ist das antisemitische Klischee schlechthin [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Kein Ende der Proteste im Iran

Von Thomas von der Osten-Sacken

Die Massenproteste in der iranischen Provinz Khuzestan gehen unvermindert weiter. (Eine Bildstrecke über finden Sie hier.) Trotz massiver Einschüchterungen und Drohungen seitens der Polizei gingen in Ahvaz erneut Tausende auf die Straße. Wie der „Nationale Widerstandsrat Iran“ (NCRI) berichtet, hat das Regime aus Angst vor den Demonstranten inzwischen Milizen der gefürchteten Bassiji nach Ahvaz verlegen lassen: [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Massenproteste gegen Umweltzerstörung im Iran

Von Thomas von der Osten-Sacken

Weitgehend unbemerkt von internationalen Medien kommt es im Iran immer wieder zu Demonstrationen und Protesten gegen das Regime, zuletzt während der Beisetzung des kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidenten Rafsanjani in Teheran. Vor allem in der mehrheitlich von Arabern besiedelten Provinz Ahvaz, die im Iran offiziell Chuzestan heißt, ist der Unmut groß. Seit Jahrzehnten beklagen sich vor allem die arabischen und lurischen Bewohner der ölreichen Provinz über systematische ethnische Diskriminierung durch die Regierung in Teheran. In den vergangenen Tagen kam es erneut zu Massenprotesten, weil in Folge verheerender Staubstürme in vielen Städten der Provinz die Wasser- und Stromversorgung zusammengebrochen ist [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Antisemitische Verschwörungstheorien in der „Krone“

Von Florian Markl

Die Kronen Zeitung veröffentlichte in ihrer gestrigen Ausgabe einen Artikel über die Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump. Sie gab darin wörtlich Teile einer am Dienstag veröffentlichen Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wieder – von der diese sich mittlerweile distanziert hat, weil sie vor antisemitischen Klischees nur so strotzte. [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Ist „Druck von außen“ notwendig?

Sehr geehrter Herr Vieregge,

in Ihrem Presse-Artikel über den USA-Besuch des israelischen Premiers Netanjahu schreiben Sie: „Die Geschichte der Nahost-Diplomatie zeigt indes, dass ohne Druck von außen kaum je Bewegung in die starren Fronten kam.“ Mich würde interessieren, worauf Sie sich bei dieser Einschätzung beziehen. Denn die drei wahrscheinlich wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte waren gerade nicht das Ergebnis äußeren Drucks und internationaler Einmischung, sondern vielmehr Folgen der Initiativen lokaler Akteure: [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Hamas-Chef in Gaza: „grausam, entschlossen, rücksichtslos“

Von Florian Markl

Die Jerusalem Post bezeichnet die Wahl Yahya Sinwars zum neuen Hamas-Chef im Gazastreifen als „einen weiteren Rückschlag für das israelisch-palästinensische Verhältnis und die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft auf Frieden“. Der neue Anführer der Islamisten, der u.a. wegen der Ermordung angeblicher Kollaborateure mit Israel zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, sei besonders durch seine „Grausamkeit, Entschlossenheit und Rücksichtslosigkeit“ aufgefallen. Laut Haaretz wird Sinwar von Palästinensern und selbst innerhalb der Hamas als „Extremist“ betrachtet, der „in apokalyptischen Worten über den ewigen Krieg [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Ein Verbot des Gebetsrufs?

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

in einer Kurzmeldung im heutigen Kurier ist zu lesen, dass in Israel ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde, das „Lautsprecherdurchsagen an Gotteshäusern von 23 Uhr bis 7 Uhr früh untersagen soll“. Daraufhin behaupten Sie: „Sollte das Parlament in Jerusalem mitspielen, wäre der Ruf des Muezzin bei Sonnenaufgang künftig verboten.“ Bei allem Respekt: Verfügt der Verfasser dieser Meldung über die Fähigkeit zu sinnerfassendem Lesen? Wie kommt man auf die absurde Schlussfolgerung, dass ein Verbot, den Gebetsruf zu bestimmten Tages- bzw. Nachtzeiten mittels Lautsprecher zu verstärken, ein Verbot des Gebetsrufs an sich bedeuten würde?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

FU Berlin: Endgültiges Aus für antiisraelische Dozentin?

Von Alex Feuerherdt

Zu Beginn dieses Jahres kündigte das Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin an, eine Dozentin, die wegen israelfeindlicher Aktivitäten in die Kritik geraten war, vorerst kein Seminar mehr leiten zu lassen. Man wolle erst die Vorwürfe gegen sie prüfen. Nun geht die Angelegenheit in ihre entscheidende Phase. Die Unterstützer der Lehrbeauftragten fahren dabei schwere Geschütze auf, ihre Kritiker dagegen gute Argumente. [...]

weiter hier ...