Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion,

in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von „besetzten Gebieten“. Das Fehlen des bestimmten Artikels war keine Nachlässigkeit, sondern volle Absicht. Der damalige britische UN-Botschafter Lord Caradon, der maßgeblich an der Formulierung des Resolutionstextes beteiligt war, erläuterte dies einmal folgendermaßen: „Wir haben nicht gesagt, dass es einen Rückzug zur ‘67er-Linie geben sollte, wir haben das ‚den‘ nicht eingefügt, wir haben absichtlich nicht von ‚allen Gebieten‘ gesprochen. Wir alle wussten, dass die Grenzen von ’67 nicht als permanente Grenzen gezogen worden waren, sondern [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Mahmud Abbas: Doppelmoral gegenüber Terror

Von Florian Markl

Bei einem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump äußerte sich Mahmud Abbas, Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde im dreizehnten Jahr seiner vierjährigen Amtszeit, zum Terroranschlag in Manchester: [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

50 Jahre Sechstagekrieg: Die Sperrung der Straße von Tiran

Von Florian Markl

Heute vor fünfzig Jahren gab Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser im Radio eine bedeutende Maßnahme bekannt: Die Straße von Tiran, der schmale Wasserweg zwischen dem Südzipfel der Sinai-Halbinsel und dem gegenüberliegenden Saudi-Arabien, sei von nun an für den israelischen Schiffsverkehr sowie für Schiffe mit strategisch wichtigen Gütern, die den Hafen im israelischen Eilat anlaufen wollten, blockiert. Die Sperre der Straße von Tiran war ein Bruch internationalen Rechts, stellte für Israel einen Kriegsgrund dar und wird allgemein als Point of no Return auf dem Weg zum Sechstagekrieg betrachtet. Die Eskalation, die zum israelischen Präventivkrieg vom 5. Juni 1967 führte, wurde zwar von Nasser auf die Spitze getrieben, hatte ihren Ursprung aber nicht in Ägypten, sondern in der Konfrontation Israels mit seinem nordöstlichen Nachbarn [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Steinmeiers Verneigung vor einem Mörder

Von Thomas Eppinger

Historisch betrachtet war Jassir Arafat ein großer Mann. Selbst in Ägypten geboren, darf er als Erfinder des Volks der ‚Palästinenser‘ gelten. Vor der Charta der PLO (‚Palestine Liberation Organization‘) von 1964 bezeichnete man mit diesem Begriff alle Menschen, die das ‚Bevölkerungsmandat für Palästina‘ bewohnten. Heute gelten die ‚Palästinenser‘ als eigenes Volk, zu dem die arabischen Einwohner der palästinensischen Autonomiegebiete samt deren Angehörigen im Ausland ebenso zählen wie die während der Mandatszeit im Ausland geborenen arabischen Palästinenser und deren Nachkommen. Zwar stand Arafat erst ab 1969 an der Spitze der PLO, aber erst unter seiner Führung ist es […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Hamas erkennt Zweistaaten-Lösung an?

Sehr geehrter Herr El Gawhary,

im heutigen Ö1-Mittagsjournal-Interview zum Besuch von Mahmoud Abbas bei US-Präsident Trump führten Sie aus, dass die „Hamas […] erstmals schriftlich eine Zwei-Staaten-Lösung an[erkennt]“. Nun heißt es aber in dem neuveröffentlichten Papier, auf das Sie sich dabei bezogen, dass es „keine Anerkennung der Legitimität der zionistischen Entität“ geben wird. Und weiter […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Kein „Schwenk der Hamas“

Sehr geehrte Presse-Redaktion,

seit die Hamas am vergangenen Montag ein politisches Grundsatzpapier veröffentlicht hat, war ich gespannt, wie Ihre Israel-Korrespondentin, Susanne Knaul, darüber berichten wird. Ein Blick in die heutige Presse zeigt: Wie erwartet bemüht sie sich, den offenkundigen Versuch der palästinensischen Terrororganisation, mittels einiger kosmetischer Änderungen einen Weg aus der internationalen Isolation zu finden, als grundlegenden Kurswechsel zu verkaufen. Zu diesem Zweck liest sie allerdings in das Hamas-Dokument Inhalte hinein, die dort nicht [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Neues Hamas-Papier: Alles wie gehabt

Von Florian Markl

An den Positionen der Hamas hat sich nichts Wesentliches geändert. Wer anderes behauptet, hat entweder das Hamas-Dokument nicht gelesen, oder versucht, andere Menschen für dumm zu verkaufen.

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Pax Christi: Im Namen des Friedens gegen Israel

Von Alex Feuerherdt

Im Essener Dom ist ab heute eine Ausstellung zu sehen, in der Israel dämonisiert und delegitimiert wird. Verantwortlich dafür ist Pax Christi, eine Organisation, die für den Boykott des jüdischen Staates eintritt.

Wer in Essen eine Ausstellung präsentieren möchte, darf sich gewiss glücklich schätzen, wenn er es in der zentral gelegenen, altehrwürdigen und imposanten Münsterkirche tun kann. Zumal das Bistum Essen sicherlich nichts in seinem Dom zeigen würde, was es in irgendeiner Weise problematisch oder gar anstößig findet. Man kann deshalb wohl davon ausgehen, dass die Ausstellung mit dem Titel „Mauer Museum Bethlehem“, die am heutigen Dienstag im Kreuzgang des Essener Münsters eröffnet wird, bei den Bischöfen auf Sympathie trifft […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Hamas nutzt Krebskranke zum Sprengstofftransport

Von Stefan Frank

Eine Frau aus dem Gazastreifen, die auf dem Weg zu einer Krebstherapie in ein israelisches Krankenhaus war, wurde am Mittwoch am Personenübergang Erez mit Sprengstoff erwischt. Sie war in Begleitung ihrer Schwester. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf einen Bericht des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet. Beiden war die Einreise nach Israel genehmigt worden, damit die kranke Frau sich der potenziell lebensrettenden Therapie unterziehen konnte. Der Sprengstoff war in Röhren versteckt, die die Aufschrift „Medizinisches Material“ trugen […]

weiter hier ...