Mena-Exklusiv

Al Jazeera: Propagandakanal für Islamisten

Von Thomas von der Osten-Sacken

Der in Katar ansässige Satellitensender Al Jazeera feierte im vergangenen November sein zwanzigjähriges Bestehen. Der Deutschlandfunk schrieb damals über das Jubiläum: „Zwischen 1996 und 2003 war Al Jazeera der einzige arabische Nachrichtensender – das in Zeiten, wo bestimmte Themen eine große Rolle gespielt haben. Das ist die palästinensische Intifada, das ist der Irak-Krieg 2003, das sind die Anschläge vom 11. September.“ In der Tat waren dies […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Wenn Tariq Ramadan seine Haltung zu Genitalverstümmelung ändert

Von Thomas von der Osten-Sacken

Genitalverstümmelung (FGM) habe nichts mit Religion zu tun, alle Religionen lehnten diese Praxis ab. Das war jahrelang das Mantra, das zu hören bekam, wer darauf verwies, dass nicht wenige muslimische Kleriker diese Praxis verteidigten oder gar dazu aufriefen, Mädchen zu beschneiden. Und erst jüngst erklärte der Imam in der US-amerikanischen Moschee in Virginia […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Neue Friedensinitiative vom Golf

Von Thomas von der Osten-Sacken

Im Jahre 2002 erklärte die Arabische Liga unter Federführung Saudi Arabiens zu welchen Bedingungen man bereit sei, mit Israel Frieden zu schließen: „Die Arabische Friedensinitiative (im Original: Arab Peace Initiative, API) wurde von der Arabischen Liga im März 2002 verabschiedet. Die Initiative beinhaltet das Angebot […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Eine blutige Woche im April

Von Thomas Eppinger

Innerhalb einer einzigen Aprilwoche ermordete der terroristische Arm des Islamismus bei den Anschlägen in St. Petersburg, Stockholm und Ägypten 62 Menschen. Längst gehört der Terror auch zum europäischen Alltag. Vereitelte oder vergleichsweise glimpflich ausgegangene Anschläge sind nur mehr Randnotizen lokaler Berichterstattung. Ins Zentrum der öffentlichen Debatte schaffen es nur die spektakulärsten Attentate. Dabei darf ein Satz in keiner Diskussion fehlen: Wir müssen zwischen Islam und Islamismus unterscheiden. „Fein säuberlich“ sogar, wie Markus Lanz einmal in einer […]

weiter hier ...

Warum Angela Merkel die Grenzen nicht schließen ließ

Von Thomas Eppinger

Dieser Tage erscheint ein Buch des Hauptstadtkorrespondenten der Welt am Sonntag, Robin Alexander. Der Inhalt, vorab in Auszügen unter anderem hier zu lesen, wird entweder zum Rücktritt Angela Merkels führen oder – was viel wahrscheinlicher ist – zeigen, dass politische Verantwortung in Merkels Deutschland nur als hohles Schlagwort existiert. Alexander beschreibt minutiös, dass die Entscheidung, die Grenzen zu öffnen und Dublin außer Kraft zu setzen, weder spontan war noch aus Not und schon gar nicht aus humanitären Motiven getroffen wurde […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Tunesien: Aufarbeitung der Vergangenheit

Von Hannah Magin

tunisia_tdcAm Samstag den 14. Januar fand eine Zeugenanhörung der tunesischen „Kommission für Wahrheit und Würde“ statt, in der Opfer über systematische Folter und Gewalttaten durch Sicherheitskräfte des Ben-Ali-Regimes aussagten. Die Anhörung wurde landesweit im Fernsehen übertragen

Am 14. Januar 2011 glückte in Tunesien ein Staatsstreich. Der autokratische Herrscher Zine Abidine Ben Ali und seine Frau Leila Trabelsi mussten das Land verlassen. Die Ben Alis und die Trabelsis pflegten zuvor einen […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

„Es gibt keine moderaten Islamisten“

Ein Gespräch mit Saïda Keller-Messahli

messahliSaïda Keller-Messahli wuchs in Tunesien auf. Heute lebt sie in der Schweiz und ist Gründerin und Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam der Schweiz. Sie hat mit Mena Watch über die Umwälzungen gesprochen, die in Tunesien stattgefunden haben, seitdem 2011 der autoritäre Herrscher Zine el-Abidine Ben Ali entmachtet wurde; wie die darauf folgende Spaltung der Gesellschaft einzuordnen ist und welche Rolle die Muslimbruderschaft, die Partei Ennahda, dabei spielt. Die Ennahda […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Islamismus „light“ in Marokko und Tunesien?

Von Hannah Magin

marokko_wahlenIslamistische Parteien in Marokko und Tunesien sitzen weiter fest im Sattel. Sie geben sich gemäßigt und als Bringer von Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung. Doch ihre Wähler sind nicht alle aus dem islamistischen Milieu. Eine echte Alternative in der Parteienlandschaft lässt aber auf sich warten.

Die Wahlen für das Parlament in Marokko haben die sogenannte moderate islamistische „Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt“ (PJD) als Gewinnerin hervorgehen lassen. Mit 125 Sitzen von 395 ist sie stärkste Kraft, gefolgt von der […]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Alkoholverbot in der Trinkermetropole des Nahen Ostens?

Von Thomas von der Osten-Sacken

Mit der Mehrheit der Stimmen schiitischer Parteien verabschiedete das irakische Parlament kürzlich ein Gesetz, das fortan Produktion und Vertrieb alkoholischer Getränke unter Strafe stellen wird. Kein Alkohol mehr im Irak? Das wird natürlich niemals funktionieren, im ganzen Nahen Osten sind Irakis als schwere Trinker bekannt, in den Straßen Bagdads oder Basras habe ich in den frühen 90er Jahren so manche Alkoholleiche auf der Straße schnarchen gesehen und eine klassische irakische Einladung zum Abendessen bestand darin, dass man die ersten vier Stunden auf nüchternen Magen […]

weiter hier ...