Mena-Exklusiv

Der Jüdische Nationalfonds: Bäume für ein Wüstenland

Von Stefan Frank

In Israel hat der Frühling begonnen, der erste seit den verheerenden Waldbränden von November. Nun wird die Wiederaufforstung vorbereitet, während gleichzeitig neue Brände, die bei wärmerem Wetter wieder drohen, verhütet werden müssen. Beides ist maßgeblich Aufgabe des vor über hundert Jahren gegründeten Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL). „Jetzt nach dem Winter sehen wir, ob und wo sich Wälder natürlich regenerieren können und wo die Wälder unsere Unterstützung brauchen“, sagt Sarah Singer, die Präsidentin des JNF Deutschland, im Gespräch mit Mena Watch. Unmittelbar nach den Bränden sei es zunächst darum gegangen, […]

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Ist „Druck von außen“ notwendig?

Sehr geehrter Herr Vieregge,

in Ihrem Presse-Artikel über den USA-Besuch des israelischen Premiers Netanjahu schreiben Sie: „Die Geschichte der Nahost-Diplomatie zeigt indes, dass ohne Druck von außen kaum je Bewegung in die starren Fronten kam.“ Mich würde interessieren, worauf Sie sich bei dieser Einschätzung beziehen. Denn die drei wahrscheinlich wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte waren gerade nicht das Ergebnis äußeren Drucks und internationaler Einmischung, sondern vielmehr Folgen der Initiativen lokaler Akteure: [...]

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Teilungsplan: Die Briten und der Mufti gegen Israel

Von Stefan Frank

Während in der UNO 1947 über eine Aufteilung des britischen Mandatsgebiets Palästina zwischen Juden und Arabern beratschlagt wurde, bestärkten die Briten den wichtigsten Führer der palästinensischen Araber, Amin el-Husseini – den Großmufti von Jerusalem –, ausdrücklich in seiner Haltung, jeglichen Kompromiss mit den Juden abzulehnen. Das zeigt ein ehemals geheimes und bislang unveröffentlichtes CIA-Dokument, über das […]

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Aus dem „Büro von Premier Netanjahu“

netanyahu-bremste-siedlungsbau-seinitz-krone-29dez16Von Florian Markl

Vorgestern schrieb ich dem Außenpolitik-Chef der Kronen Zeitung, der in einem Kommentar behauptet hatte, es habe einmal einen „Siedlungsstopp“ gegeben, der vom israelischen Premier Netanjahu „gekippt“ worden sei. Ich erläuterte, warum diese Behauptung die reale Geschichte auf den Kopf stellt und dass der israelische Siedlungsbau, anders als stets behauptet, unter Netanjahu in Wirklichkeit langsamer voranschritt als unter all seinen Vorgängern seit den 1990er-Jahren. Heute nun findet sich in der Krone ein Artikel mit dem Titel „Netanjahu ‚bremste Siedlungsbau‘“, in dem Seinitz genau das wiedergibt, allerdings unter Berufung auf das „Büro von Premier Netanjahu“. Ich kann nicht beurteilen, ob er wirklich das „Büro von Premier Netanjahu“ kontaktiert hat, oder dieses nur bemüht, um Mena Watch nicht als Quelle nennen zu müssen. Aber eines weiß ich wohl: Mit Sicherheit hat das „Büro von Premier Netanjahu“ genauso wenig wie ich behauptet, das zehnmonatige Moratorium über den Siedlungsbau sei „1990“ verhängt worden – es wurde Ende 2009 verkündet und lief im September 2010 ab.

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Dutzende neue Siedlungen?

siedlung-eshaarSehr geehrter Herr Arbeiter,

in Ihrem Kurier-Artikel über israelische Siedlungen schreiben Sie, Israel „verkündete Mitte der Neunzigerjahre, dass keine neuen Siedlungen im Westjordanland errichtet würden. Dennoch entstanden seither 97 neue Siedlungen“. Ich weiß nicht, worauf Sie sich bei dieser Behauptung stützen, aber auf Basis der Daten der überaus siedlungsfeindlichen israelischen Organisation B’Tselem ist sie völlig unhaltbar. Nehmen wir für den Moment an, dass die Angaben von B’Tselem stimmen, so sind in dem von Ihnen erwähnten Zeitraum neben den von Ihnen angesprochenen und auch nach israelischem Recht illegalen Außenposten nicht 97, sondern ganze vier neue Siedlungen entstanden. [...]

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Obama, Chanukka und die Resolution des Sicherheitsrates

Von Florian Markl

JerusalemAm 14. Dezember lud Barack Obama zu einem Empfang ins Weiße Haus. Anlass der Feier war das bevorstehende jüdische Lichtfest. In seiner Begrüßungsrede verwies der Präsident auf das, woran Chanukka erinnere: „Wie eine kleine Gruppe einen großen Unterschied machen kann.“ Es sei die „Geschichte des unwahrscheinlichen militärischen Sieges der Makkabäer“. Die „Geschichte von Chanukka, die Geschichte des jüdischen Volkes, die Geschichte der Ausdauer – sie alle [...]

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Leonard Cohens Solidarität mit Israel

Von Florian Markl

cohenAus Anlass der traurigen Nachricht vom Tod Leonard Cohens sei ein kleiner Rückblick gestattet: Als Israel sich 1973 im Jom-Kippur-Krieg der ägyptischen und syrischen Angriffe erwehren musste, verweigerten die europäischen Länder dem jüdischen Staat jegliche Unterstützung und verboten den USA sogar, amerikanische Einrichtungen in Europa für dringend benötigte Nachschublieferungen zu benutzen. Leonard Cohen traf eine andere Entscheidung: Er machte sich prompt auf den Weg, um bei einem Solidaritätsbesuch für israelische Soldaten zu singen. Links neben ihm auf dem Foto: Ariel Sharon.

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Wo Geschichtsfälschung zum Kulturgut erklärt wird

Von Florian Markl

al-haram-al-sharif-titelblattDie Vereinten Nationen seien „die größte Verdichtung des Antisemitismus seit den Zeiten von Hitlers Deutschland“, befand der Journalist William F. Buckley, nachdem er 1975 drei Monate lang für die amerikanische Delegation bei der UN-Generalversammlung gearbeitet hatte. Wie um dieses Urteil zu bestätigen, verabschiedete die UNESCO gestern einen Resolutionsentwurf, der nicht anders als antisemitisch zu bezeichnen ist Ausgerechnet die „Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur“ machte sich erneut die geschichtsfälschende Behauptung zu eigen, dass es keinen Bezug des Judentums zum Tempelberg gebe – der im Resolutionstext denn auch konsequent nur mit seinem arabischen Namen [...]

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Märchenstunde in New York: Mahmud Abbas und das Völkerrecht

Von Florian Markl

abbas-unJedes Jahr vor seiner Rede vor der UN-Generalversammlung würden Mahmud Abbas und seine Berater Wetten darauf abschließen, welche die verrückteste Behauptung sei, für die es Applaus von den UN-Mitgliedern geben werde, spottete der Journalist Yair Rosenberg auf Twitter. Tatsächlich bot die Rede des PLO-Chefs in New York, die von den Medien hierzulande völlig ignoriert wurde, wieder einmal eine beachtliche Aneinanderreihung haarsträubender Unwahrheiten, hetzerischer Behauptungen und glatter Lügen. Die wohl verrückteste Passage im Sinne Rosenbergs beinhaltete einen Ausflug in die Welt des [...]

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Klage gegen die Balfour-Deklaration: Palästinensischer Feldzug gegen die Geschichte

Von Florian Markl

Balfour-DeklarationBei einem Treffen der Arabischen Liga kündigte der palästinensische Außenminister Riyad al-Maliki an, Großbritannien wegen der sogenannten Balfour-Deklaration vor Gericht bringen zu wollen. Darin hatte das Königreich im November 1917 seine „Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen“ und seine Unterstützung für die „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ bekundet – weswegen es aus Sicht der Palästinenserführung für alle „israelischen Verbrechen“ seit der Gründung des jüdischen Staates 1948 verantwortlich sei. Man ist geneigt, dieses im Namen von Mahmud Abbas, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), vorgebrachte Unterfangen zu belächeln und einfach als den geschichtsklitternden Unfug abzutun, der es ohne Zweifel ist. Das wäre jedoch insofern ein Fehler, als dieser palästinensische Vorstoß wie kaum ein anderer zum Ausdruck bringt, worum es der palästinensischen Führung in der Auseinandersetzung mit Israel geht – und warum die Hoffnung illusorisch ist, dass diese den Krieg gegen den jüdischen Staat [...]

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