Mena-Exklusiv

Mena Watch Gespräch: Der irakische Einmarsch in Kirkuk

Ende September führte Mena Watch ein Interview mit Thomas von der Osten-Sacken über seine Einschätzung des Unabhängigkeitsreferendums in Irakisch-Kurdistan. Angesichts des Einmarschs des irakischen Armee in die von den Kurden beanspruchte Stadt Kirkuk luden wir den mit der Hilfsorganisation Wadi seit 25 Jahren im Nordirak tätigen Osten-Sacken heute erneut zu einem Gespräch, um die aktuellen Entwicklungen in der Region zu analysieren […]

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Türkei marschiert in Syrien ein, Friedensbewegung schweigt

Von Thomas von der Osten-Sacken

Heute melden türkische Medien, dass im Rahmen des Astana-Abkommens erste türkische Soldaten in Idlib in Syrien einmarschiert sind. Bis jetzt haben weder Demonstrationen vor türkischen Konsulaten stattgefunden, noch finden sich Verurteilungen seitens der deutschen Friedensbewegung, zumindest weder bei IPPNW, Pax Christi, dem Friedensratschlag oder einer anderen bekannten Adresse […]

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Auf der Flucht. Teil 3: Hoffnung Europa

Von Thomas Eppinger

Wenn überhaupt, kann Europa die Herausforderungen nur bestehen, wenn die Europäische Union zu einer entschlossenen Politik findet und dazu bereit ist, dafür auch die politischen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Dass die Judikatur des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte den Spielraum der Genfer Flüchtlings- und der Europäischen Menschenrechtskonvention stark eingeschränkt hat, ist allgemein bekannt und nicht Gegenstand dieser Betrachtung. Es ist Aufgabe der gesetzgebenden europäischen Institutionen, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Politik zu schaffen, die die Interessen der aufnehmenden Gesellschaften, der Migranten, und der in den Herkunftsländern Zurückgelassenen so gut wie möglich in Einklang bringt […]

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Türkei und Iran: Gegen die Gründung eines „zweiten Israel“

Von Thomas von der Osten-Sacken

Es waren für die Region ganz ungewöhnliche und deshalb umso erfreulichere Bilder, als in den Tagen vor dem irakisch-kurdischen Referendum in Arbil und anderen nordirakischen Städten neben der Nationalfahne auch die Israels geschwenkt wurde. Schließlich war der jüdische Staat der einzige, dessen Regierung sich positiv über dieses Referendum geäußert hatte […]

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Italiens Flüchtlingsdeal mit Libyen ist Failed State Building

Von Thomas von der Osten-Sacken

Es scheint Probleme zu geben, mit dem von Italien angeführten Plan, nun auch die Mittelmeerroute für Flüchtlinge dicht zu machen. Dafür hatte Rom begonnen, libysche Milizionäre zu bezahlen, die vorher ihr Geld mit Menschenschmuggel verdienten. Nun sollen sie im Auftrag Europas die Menschen davon abhalten, in die Boote zu steigen. Dafür bekommen sie Geld und können gleich noch Internierungslager unterhalten, in denen grauenvolle Zustände herrschen und, wie berichtet wird, Männer zu Zwangsarbeit und Frauen in die Prostitution gezwungen werden. Alles hätte so schön sein können, nun aber beginnen sich in Sabratha, der libyschen Küstenstadt, von der die meisten Boote abgingen, Milizen um den Gewinn zu balgen […]

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Tunesien schafft demütigende Analtests ab

Von Thomas von der Osten-Sacken

[...] Denn fast überall in der Region – der Libanon könnte bald eine Ausnahme darstellen – gilt Homosexualität noch immer als ein Delikt und oft sind die Strafen drakonisch. Männer, die im Verdacht stehen, sexuellen Kontakt mit anderen Männern gehabt zu haben, müssen sich in einigen Ländern auch noch äußerst demütigenden Untersuchungen unterziehen. Nach dem Libanon, wo diese Praxis 2012 eingestellt wurde, folgt jetzt Tunesien als zweites arabisches Land. Wenn der tunesische Minister für Menschenrechte nun ankündigt, fortan auf diese Praxis verzichten zu wollen, ist dies ein wichtiger, wenn auch nur erster Schritt, denn Homosexualität soll weiter eine strafbare Handlung bleiben. Aber die Entwicklung macht Hoffnung, dass [...]

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Mena Watch Gespräch: Das kurdische Referendum

Nicht nur in Irakisch-Kurdistan sind momentan alle Augen auf das für Anfang nächster Woche anberaumte Unabhängigkeitsreferendum gerichtet. Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer der seit 25 Jahren im Nordirak tätigen Organisation Wadi – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit und regelmäßiger Mena-Watch-Autor, befindet sich gerade in Sulaimaniyya. Dort erreichte ihn Florian Markl, um mit ihm über das Referendum und dessen mögliche Folgen zu sprechen. [...]

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Eine russisch-iranisch-türkische Kolonie namens Syrien

Von Thomas von der Osten-Sacken

Wäre es nicht so tragisch, fast könnte man von Ironie der Geschichte sprechen: Da war jahrelang aus Kreisen linker und rechter Apologeten des Assad-Regimes zu hören, der syrische Präsident und seine Armee verteidigten das Land und die nationale Souveränität nur gegen fremde Invasoren, die von den USA und Israel unterstützt würden. Es hieß, die Syrer, gemeint war damit natürlich das Regime, müßten ihr Schicksal selbst bestimmen, man sei deshalb gegen äußere Einmischung. Als solche galten selbstverständlich nur westliche Interventionen – dass zwischenzeitlich der Iran und Russland de facto die Macht in Syrien übernahmen, schien ihnen kein nennenswertes Problem. In diesem Punkt nämlich [...]

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Kann Israel sich auf Russlands Versicherungen verlassen?

Von Thomas von der Osten-Sacken

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass israelische Sicherheitsdienste und Politiker eigentlich immer richtig lagen, wenn sie vor dem Iran warnten. Das Problem nur: Man pflegte weder in Washington noch den europäischen Hauptstädten auf sie zu hören. Ganz ähnlich wird es wohl auch dem russischen Präsidenten gehen, der zu glauben scheint, das iranische Regime und die Hizbollah seien Verbündete, die man langfristig kontrollieren könne […]

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Der US-Rückzug aus Syrien wird katastrophale Folgen haben

Von Thomas von der Osten-Sacken

Weitgehend unbemerkt von westlichen Medien übergeben die USA gerade die Kontrolle der syrisch-irakischen und syrisch-jordanischen Grenze an den Iran. Noch vor wenigen Monaten bombardierten bei der Grenzstadt al Tanf Flugzeuge der US-Air Force heranrückende schiitische Milizionäre, eine Konfrontation zwischen dem Iran und den USA schien wahrscheinlich. Inzwischen ist die Entscheidung gefallen: Einmal mehr gibt Washington den russisch/iranisch/syrischen Forderungen nach.

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