Mena-Exklusiv

Arte: Keine Kritik an Bistro-Antisemitismus

Sehr geehrte Frau Simon,

Sie kritisieren in der Presse die Antisemitismus-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“, die 24 Stunden auf der Webseite der Bild-Zeitung zu sehen war, nachdem die Auftraggeber der Sendung, Arte und der WDR, sich geweigert hatten, sie auszustrahlen. Sie werfen dem Film „Polemik statt Präzision“ vor – meines Erachtens ein falscher Widerspruch, denn Polemik zeichnet sich, wenn sie gut ist, gerade durch ihre Präzision aus. Darüber hinaus bemängeln Sie [...]

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Imame-Deklaration gegen Terror: Das Offensichtliche leugnen

Von Florian Markl

Immer wieder, so beklagt sich die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ), habe sie in der Vergangenheit Terroranschläge verurteilt, doch seien diese Distanzierungen öffentlich kaum wahrgenommen worden. Um dem entgegenzuwirken, haben mehrere Hundert Imame der Glaubensgemeinschaft heute eine Deklaration gegen „Extremismus, Gewalt und Terror“ veröffentlicht. Nimmt man das rege mediale Echo als Maßstab, so war die Initiative ein voller Erfolg. Inhaltlich tut sich allerdings dasselbe Problem auf, das schon frühere Distanzierungen vom Terror charakterisiert hat: Anstatt sich selbstkritisch mit den problematischen Punkten der islamischen Lehre und Tradition auseinanderzusetzen, streiten die Imame der IGGiÖ einfach ab, dass „Allahu akbar“ schreiende Mörder überhaupt etwas mit dem Islam zu tun hätten. [...]

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Wie die Palästinenser 2014 den Frieden mit Israel verhinderten

Von Florian Markl

Die israelische Zeitung Haaretz veröffentlichte in der vergangenen Woche einen hochinteressanten Bericht über das Scheitern der israelisch-palästinensischen Verhandlungen im Frühjahr 2014. Er veranschaulichte in aller Kürze, warum es fünf Jahrzehnte nach dem Sechstagekrieg noch immer keinen Frieden gibt: Die vermittelnden Amerikaner verfassten zwei Entwürfe für ein Rahmenabkommen. Das erste wurde von Premier Netanjahu akzeptiert, von Mahmud Abbas dagegen wütend zurückgewiesen; auf die Vorlage des zweiten, das in mehreren Punkten zusätzliche Anreize für die Palästinenser enthielt, antwortete Abbas nicht einmal mehr. Obwohl die Verhandlungen somit [...]

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Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sehr geehrter Herr Kramar,

in Ihrem Kurier-Artikel über den Sechstagekrieg („Triumph mit Folgen“) schreiben Sie, der israelische Sieg über die arabischen Armeen sei „als Folge konsequenter militärischer Planung und natürlich amerikanischer Waffen“ nicht überraschend gewesen. Das ist nicht zutreffend: Bis zum Sechstagekrieg spielten Waffen aus den USA für die israelische Armee nur eine untergeordnete Rolle. Primärer Waffenlieferant war vielmehr Frankreich, das im unmittelbaren Vorfeld des Sechstagekrieges in einem ersten Schritt der Abwendung von Israel, dem noch weitere folgen sollten, ein allgemeines Waffenembargo über den Nahen Osten verhängte. Unter dem hatte in erster Linie Israel zu leiden, während arabische Staaten wie Ägypten und Syrien weiter umfangreiche Militärhilfe [...]

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50 Jahre Sechstagekrieg: Das Ende des Wartens

Von Florian Markl

Mit Angriffen auf ägyptische Luftwaffenstützpunkte begann heute vor 50 Jahren der Sechstagekrieg. Israel setzte damit der angespannten Zeit des Wartens ein Ende. Sie hatte mit dem Vordringen ägyptischer Truppen auf die Halbinsel Sinai, dem erzwungenen Abzug der „United Nations Emergency Force“ (UNEF) und der ägyptischen Sperrung der Straße von Tiran wenige Wochen zuvor begonnen – und konnte nicht weiter in die Länge gezogen werden.

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Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion,

in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von „besetzten Gebieten“. Das Fehlen des bestimmten Artikels war keine Nachlässigkeit, sondern volle Absicht. Der damalige britische UN-Botschafter Lord Caradon, der maßgeblich an der Formulierung des Resolutionstextes beteiligt war, erläuterte dies einmal folgendermaßen: „Wir haben nicht gesagt, dass es einen Rückzug zur ‘67er-Linie geben sollte, wir haben das ‚den‘ nicht eingefügt, wir haben absichtlich nicht von ‚allen Gebieten‘ gesprochen. Wir alle wussten, dass die Grenzen von ’67 nicht als permanente Grenzen gezogen worden waren, sondern [...]

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99,9 Prozent friedliebende Muslime?

Von Florian Markl

Nach dem Selbstmordattentat in Manchester setzten sogleich die üblichen Mechanismen der Verharmlosung des Islamismus ein. Der Bürgermeister der Großregion Manchester etwa erklärte: „Wir stehen zusammen gegen den Terror, mit den 99,9 Prozent friedliebenden Muslimen unter uns.“ Es mag beruhigend sein, der Behauptung Glauben zu schenken, dass nur einer unter eintausend Muslimen in Großbritannien als nicht „friedliebend“ zu gelten habe – ein Blick auf entsprechende Umfragen zeichnet aber ein anderes Bild. [...]

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Mahmud Abbas: Doppelmoral gegenüber Terror

Von Florian Markl

Bei einem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump äußerte sich Mahmud Abbas, Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde im dreizehnten Jahr seiner vierjährigen Amtszeit, zum Terroranschlag in Manchester: [...]

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