Mena-Exklusiv

Obamas Millionen-Abschiedsgeschenk für die Palästinenser

Sehr geehrter Herr Herrmann,

in Ihrer Reportage über den amerikanischen „Rostgürtel“ zitieren sie eine Republikanerin, die sich über die Mainstream-Medien beschwerte: „Nur damit beschäftigt, Trump mit Dreck zu bewerfen, hätten sie nicht einmal darüber berichtet, dass Obama an seinem letzten Amtstag der PLO mal eben so 250 Millionen Dollar überwiesen habe.“ Sie entgegneten darauf, dass sie „die Sache mit dem Geld für die Palästinenser zum ersten Mal höre(n)“. Erlauben Sie mir, ein wenig Licht in diese Sache zu bringen, die im Detail zwar nicht ganz stimmt, im Großen und Ganzen aber wahr ist – und keine bloße Einbildung eines Trump-Fans aus dem Rostgürtel. [...]

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Mena-Exklusiv

Was der „Standard“ für „die Realität“ in Israel hält

Von Florian Markl

„Ich wollte den Nahost-Konflikt beiseitelassen“, sagt der Regisseur Michael Pfeifenberger im Kurier-Interview, „weil er immer wieder missbraucht wird für Ressentiments – nicht nur gegen Israelis, sondern gegen Juden im Allgemeinen. Nach dem Motto: Ich habe ja nichts gegen die Juden, aber schaut einmal hin, was sie in Israel machen.“ In Kürze kommt Pfeifenbergers jüngster Film „Desert Kids“ ins Kino. „Ich wollte nicht einen von vielen Filmen über den Nahost-Konflikt machen, sondern einmal zeigen, dass es auf muslimischer wie auch auf jüdischer Seite junge Menschen gibt, die sich trotz aller Konflikte als Israelis fühlen und [...]

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Mena-Exklusiv

Antisemitische Verschwörungstheorien in der „Krone“

Von Florian Markl

Die Kronen Zeitung veröffentlichte in ihrer gestrigen Ausgabe einen Artikel über die Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump. Sie gab darin wörtlich Teile einer am Dienstag veröffentlichen Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wieder – von der diese sich mittlerweile distanziert hat, weil sie vor antisemitischen Klischees nur so strotzte. [...]

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Mena-Exklusiv

Ist „Druck von außen“ notwendig?

Sehr geehrter Herr Vieregge,

in Ihrem Presse-Artikel über den USA-Besuch des israelischen Premiers Netanjahu schreiben Sie: „Die Geschichte der Nahost-Diplomatie zeigt indes, dass ohne Druck von außen kaum je Bewegung in die starren Fronten kam.“ Mich würde interessieren, worauf Sie sich bei dieser Einschätzung beziehen. Denn die drei wahrscheinlich wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte waren gerade nicht das Ergebnis äußeren Drucks und internationaler Einmischung, sondern vielmehr Folgen der Initiativen lokaler Akteure: [...]

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Mena-Exklusiv

Hamas-Chef in Gaza: „grausam, entschlossen, rücksichtslos“

Von Florian Markl

Die Jerusalem Post bezeichnet die Wahl Yahya Sinwars zum neuen Hamas-Chef im Gazastreifen als „einen weiteren Rückschlag für das israelisch-palästinensische Verhältnis und die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft auf Frieden“. Der neue Anführer der Islamisten, der u.a. wegen der Ermordung angeblicher Kollaborateure mit Israel zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, sei besonders durch seine „Grausamkeit, Entschlossenheit und Rücksichtslosigkeit“ aufgefallen. Laut Haaretz wird Sinwar von Palästinensern und selbst innerhalb der Hamas als „Extremist“ betrachtet, der „in apokalyptischen Worten über den ewigen Krieg [...]

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Mena-Exklusiv

Ein Verbot des Gebetsrufs?

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

in einer Kurzmeldung im heutigen Kurier ist zu lesen, dass in Israel ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde, das „Lautsprecherdurchsagen an Gotteshäusern von 23 Uhr bis 7 Uhr früh untersagen soll“. Daraufhin behaupten Sie: „Sollte das Parlament in Jerusalem mitspielen, wäre der Ruf des Muezzin bei Sonnenaufgang künftig verboten.“ Bei allem Respekt: Verfügt der Verfasser dieser Meldung über die Fähigkeit zu sinnerfassendem Lesen? Wie kommt man auf die absurde Schlussfolgerung, dass ein Verbot, den Gebetsruf zu bestimmten Tages- bzw. Nachtzeiten mittels Lautsprecher zu verstärken, ein Verbot des Gebetsrufs an sich bedeuten würde?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

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Mena-Exklusiv

Außenministerium: Keine Treffen mit „Führung der Hamas“

Vor rund einem Monat stellten wir anlässlich eines Zeitungsberichtes über die angeblich guten Beziehungen der islamistischen Terrorgruppe Hamas zu europäischen Regierungen einige Fragen an Außenminister Sebastian Kurz. Heute erreichte uns die Antwort aus dem Außenministerium (den vollständigen Brief finden Sie hier), in der es heißt:

„Österreich und die gesamte Europäische Union verurteilen mit Nachdruck gegen unbeteiligte Zivilisten gerichtete Angriffe palästinensischer Einzeltäter oder terroristischer Gruppen aus dem Gaza-Streifen. Terrorismus ist unentschuldbar. Die legitimen palästinensischen nationalen Ambitionen können nicht durch Gewalt verwirklicht werden. [...]

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Mena-Exklusiv

Kein Terroranschlag, sondern eine „Schießerei“

Von Florian Markl

Im israelischen Petah Tikvah eröffnet ein Palästinenser mit einer Maschinenpistole das Feuer auf einen Bus und verletzt mehrere Menschen. Daraufhin stürmt er in ein Geschäft, einzig eine Ladehemmung seiner Waffe verhindert dort weiteres Blutvergießen. Der Mann flüchtet, wird aber von einigen Passanten gestellt. Bevor sie ihn überwältigen können, sticht er mit einem Schraubenziehen um sich und verletzt mindestens einen weiteren Menschen. Die Überschrift der betreffenden Kurzmeldung im Standard lautet folgendermaßen:

In dem kurzen Bericht ist zu lesen: „Die Polizei ging von einem Terroranschlag aus.“ Der Standard anscheinend nicht. Wieder einmal vermeidet er es [...]

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Mena-Exklusiv

Wann ein Einreiseverbot nicht auf Empörung stößt

Von Florian Markl

Seid al-Hussein ist empört. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte ist mit dem von Donald Trump verhängten temporären Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern ganz und gar nicht einverstanden: „Die Menschrechte verbieten eine Diskriminierung allein aufgrund von Nationalität“. Auch der Völkerrechtsprofessor Wolfgang Benedek von der Universität Graz wettert gegen Trumps umstrittene Maßnahme. In einem Leserbrief in der Presse fordert er, dass keine [...]

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Mena-Exklusiv

Eine „Kriegserklärung“ an den Islam?

Sehr geehrter Herr Frey,

in Ihrem Kommentar über die von Donald Trump verhängten Einreiseverbote für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern behaupten Sie, dieser Schritt des US-Präsidenten sei „eine Kriegserklärung an eine Weltreligion und die rund 1,6 Milliarden Menschen, die sich mit dem Islam identifizieren.“ Eine derartige Behauptung hätte man sich eher von islamistischen Hasspredigern als von einem besonnenen Journalisten erwartet – nicht zuletzt, weil sie völlig überzogen ist. Wie im heutigen Standard zu lesen ist, leben in den von den Einreisebeschränkungen betroffenen Ländern insgesamt rund 130 Millionen Menschen, also nicht einmal 10 Prozent der von Ihnen angeführten 1,6 Milliarden Muslime weltweit [...]

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