Tiroler Tageszeitung verbreitet anti-israelischen Sondermüll

Sehr geehrte Redaktion der Tiroler Tageszeitung,

Israelfeindlicher Agitator: Jeff Halper. Qelle: ICAHD-USA

am Wochenende wurde in einer APA-Meldung unter Berufung auf einen israelfeindlichen Agitator behauptet, der jüdische Staat habe sich darauf spezialisiert, „den Mächtigen“ auf der Welt Waffen für den „Krieg gegen das Volk“ zu liefern, den diese aufgrund der „Krise des Kapitalismus“ führen müssten. Seitdem habe ich mich gefragt, ob es wirklich ein seriöses Medium in Österreich geben werde, das diesen Sondermüll aufgreift. Ein Blick auf Ihre Homepage hat mir nun gezeigt: Ja, das gibt es. Sie haben es tatsächlich für wert befunden, Ihren Lesern so bahnbrechende Erkenntnisse zu vermitteln wie die, dass es nur deshalb keinen Frieden zwischen Israel und den Palästinenser gebe, weil Israel „die von den Palästinensern bewohnten Gebiete als ‚Versuchslabor für neue Waffen und Ausrüstung‘“ brauche, die dann an die „Mächtigen“ und „die regierende Elite“ weltweit verhökert würden.

Den Umstand, dass Israel seit seiner Gründung gezwungen ist, sich mit militärischer Gewalt gegen seine bis heute ständig propagierte und mehrfach versuchte Auslöschung zur Wehr zu setzen, wendet der von Ihnen als „Experte“ titulierte Jeff Halper in eine Anklage gegen den jüdischen Staat. Und wenn israelische Sicherheitskräfte gewalttätige Palästinenser nicht erschießen, dann wird eben daraus ein Vorwurf gebastelt: es würden „nicht-tödliche Waffen … an Teilnehmern von Protestaktionen getestet.“ Die Realität wird in Halpers Darstellung ausgeblendet, an ihre Stelle tritt ein Gemisch aus „unbelegten Fakten, Lügen und wahllos aneinandergereihten Behauptungen, die zusammen ein wahnhaftes Verschwörungsgebilde ergaben, in dessen Zentrum Israel steht.“ (So das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Heidelberg über einen Vortrag Halpers von Ende November.)

Es spricht für die anderen österreichischen Medien, dass sie die APA-Meldung nicht aufgriffen und einem obsessiven Israelhasser und seinem ideologischen Wahngebilde keinen Platz einräumten. Umso unverständlicher ist es, dass die Tiroler Tageszeitung die entgegengesetzte Entscheidung getroffen hat: Was haben Sie sich dabei gedacht, die Israel diffamierenden Hirngespinste eines Mannes zu veröffentlichen, den man in seinem Geburtsland USA gleichermaßen kurz wie treffend als „crackpot“ bezeichnen würde?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

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