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Prämien für Judenmord

Von Florian Markl

Die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen infolge des Wiener Abkommens vom vergangenen Juli spült dem iranischen Regime über 100 Milliarden Dollar in die leeren Kassen. Dieses verwendet den Geldregen so, wie es vom wichtigsten staatlichen Terror-Sponsor der Welt nicht anders zu erwarten ist: Es finanziert u.a. palästinensischen Terror gegen Israel. Jeweils 7000 Dollar sollen dem iranischen Botschafter im Libanon zufolge die Familien von „Märtyrern der Intifada im besetzten Jerusalem“ erhalten – d.h. die Angehörigen von Palästinensern, die ausziehen, um wahllos Juden zu ermorden.


Mehrere Jahresgehälter Kopfgeld auf Juden

Bei einem geschätzten Pro-Kopf-Einkommen im Westjordanland von rund 2000 Dollar (Stand 2014) hat das iranische Regime somit ein Kopfgeld von dreieinhalb Jahreseinkommen ausgesetzt, das palästinensische Terroristen zu weiteren Bluttaten motivieren soll. Stolze 30.000 Dollar (fünfzehn durchschnittliche Jahresgehälter) sollen darüber hinaus Familien von Attentätern erhalten, deren Häuser als Abschreckungsmaßnahme infolge von Anschlägen von Israel zerstört werden.

Diese Prämien für palästinensische Gewalt kommen zusätzlich zu der seit der Vereinbarung des Atom-Deals bereits verstärkten Unterstützung anti-israelischer Terrororganisation. Bereits im vergangenen September berichtete die Times of Israel:

„Seit das Abkommen unterzeichnet wurde, hat der Iran seine finanzielle Unterstützung für zwei der größten Terrorgruppen der Region, die zu politischen Machtfaktoren geworden sind, signifikant erhöht: Hamas und Hisbollah. In den Jahren vor dem Deal haben die strengen Sanktionen diese Unterstützung beeinträchtigt, die parallel zur Schwächung der iranischen Wirtschaft verringert wurde. Aber Teherans Glaube daran, dass in den kommenden Jahren zig oder hunderte Milliarden Dollar infolge der Sanktionsaufhebung ins Land fließen werden, hat zu der Entscheidung geführt, den Geldzufluss an diese Terrororganisationen in die Höhe zu treiben.“

Wunschdenken und Realität

Das vom iranischen Regime nunmehr angekündigte direkte Sponsoring blutigen Terrors gegen Juden straft all jene Lügen, die stets die illusionäre Hoffnung propagierten, die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und die Einbindung des Iran auf dem internationalen Parkett würden nicht die destruktiven Aktivitäten des islamistischen Gottesstaates in der Region, sondern ganz im Gegenteil dessen Mäßigung auf außenpolitischem Terrain bewirken.

Der Iran habe sich „vom Paria zum Player auf der internationalen Bühne“ entwickelt, war heute in der Presse zu lesen. Seit dem Atom-Deal sei „der einstige Paria-Staat in der Außenpolitik wieder obenauf“ und ein „gefragter Partner“. Dem werde auch mit dem geplanten Besuch des iranischen Präsidenten in Österreich Rechnung getragen, der noch diesen März über die Bühne gehen soll.

Die Prämien für den Judenmord werden beim Treffen Rohanis mit Bundespräsident Fischer mit Sicherheit nicht auf der Tagesordnung stehen. Im Buhlen um Milliardenaufträge will Österreich sich nicht ins Abseits stellen – und das geschäftstüchtige Klima soll auf keinen Fall durch Nebensächlichkeiten wie ein paar ermordete Juden getrübt werden. Dass man für die lang ersehnte Annäherung an die islamistische Diktatur bereit ist, den jüdischen Staat und seine Bürger den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen – diese moralische und politische Bankrotterklärung sorgt hierzulande für kein Aufsehen.

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