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Israeli gewinnt Goldmedaille – und muss Hymne selber singen

Von Alexander Gruber

Bereits im Vorfeld hatten die Verantwortlichen des Judo Grand Slam in Abu Dhabi den israelischen Sportlern untersagt, die israelische Flagge auf ihren Anzügen zu tragen. Darüber hinaus wurde ihnen die Anreise so schwer als möglich gemacht und kurzerhand die Visaausstellung in der Türkei ausgesetzt, wodurch man das israelische Team zwang, über Jordanien auszuweichen und dabei einen 14stündigen Aufenthalt in Kauf zu nehmen. Nichtsdestotrotz gewann der israelische Judoka Tal Flicker seinen Wettbewerb und holte eine Goldmedaille für den Jüdischen Staat. Die Organisatoren weigerten sich jedoch, dem Sportler die übliche Siegerehrung zukommen zu lassen: So zeigten sie bei der Medaillenverleihung weder die israelische Flagge noch spielten sie die israelische Hymne – sondern ersetzten diese kurzerhand durch die Hymne der Internationalen Judo-Föderation. Tal Flicker reagierte auf diesen Ausdruck offensichtlichen Israelhasses, indem er selbst die Hatikvah sang.

Die Geschehnisse in Abu Dhabi waren keineswegs das erste Mal, dass israelische Sportler solche Diskriminierung zu erleiden hatten (siehe etwa hier oder hier): Vielmehr steht sie ebenso oft auf der Tagesordnung wie das darauffolgende Schweigen der internationalen Medien und der Sportverbände; ein Schweigen, das – wie Yacoov Lozowick feststellt – undenkbar wäre, wenn solch ein Vorgehen einen anderen Staat als Israel beträfe.

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