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Fatah-Politiker: Wen stören schon ermordete israelische Siedler oder Soldaten?

Im September erklärte PLO-Chef Mahmud Abbas vor der Generalsversammlung der Vereinten Nationen, die Palästinenser träten für eine „Kultur des Friedens und der Koexistenz“ ein. Was führende Köpfe der von Abbas geführten Palästinensischen Autonomiebehörde darunter verstehen, hat unlängst Jibril Rajoub erneut unter Beweis gestellt. 2013 hatte Rajoub, seines Zeichen Mitglied des Fatah-Zentralkomitees und Präsident des palästinensischen Fußballverbandes, für Aufsehen gesorgt, als er bekannte, er hätte eine Atombombe gegen Israel eingesetzt, wenn er eine besessen hätte. Vor rund einem Monat gratulierte er in einem Fernsehinterview „jedem einzelnen“ palästinensischen Angreifer der vergangenen Monate – bei deren Attacken 22 Israelis getötet und über 215 verletzt worden waren – und versicherte ihnen, „stolz auf sie“ zu sein.

Allerdings machte er sich Sorgen über mögliche schlechte Publicity, die derartige Taten hervorrufen könnten, wenn sie nicht am richtigen Ort ausgeführt würden. Da die internationale Gemeinschaft die willkürliche Ermordung von Israelis in Tel Aviv nicht gutheiße, so schrieb er potentiellen Angreifern ins Stammbuch, sollten sie für ihre Attacken Opfer auswählen, die nicht nur in den Palästinensergebieten als legitime Ziele gelten: Siedler und Soldaten. „The international community does not agree to a bus exploding in Tel Aviv. But the international community does not ask what happens to a settler or soldier in the occupied territories at the wrong time and in the wrong place. No one asks about him! Therefore, we want to fight in such a way that the world and the international community will remain by our side.“

 

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