„Manchmal ist ein internationales Strafgericht besser“

putinAssadMan müsse „mit Russland reden“ und „den Dialog suchen“ – so lautet eine Forderung, die u.a. von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz immer wieder zu hören ist. Denn schließlich müsse im Syrien-Krieg eine „Lösung“ gefunden werden, wie zuletzt der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, erneut betonte. In den Salzburger Nachrichten kommentierte Martin Stricker, warum das hochgradig zynisch ist:

„Welche ‚Lösung‘ mag er meinen, nachdem die Luftwaffe des Kremls und seiner Marionette Assad seit Monaten Wohngebiete bombardiert, Spitäler und Krankentransporte angreift, wahllos Hunderte Menschen tötet, egal ob Frauen, Kinder, Alte, Junge, ob Kämpfer oder nicht? Wie soll eine ‚Lösung‘ aussehen, wenn die UNO soeben berichtet, dass aus Aleppo wieder Menschen spurlos verschwinden so wie Zehntausende zuvor in Assads Folterkellern? Eine Friedhofslösung?

Schon richtig, Dialog ist immer gut. Aber manchmal ist ein internationales Strafgericht besser.“ (Salzburger Nachrichten, 10. Dez. 2016)

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