Mädchen in Irakisch-Kurdistan nach Genitalverstümmelung gestorben

„Obwohl die Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in Irakisch Kurdistan seit 2011 verboten ist und die Zahl der neu verstümmelten Mädchen seitdem erheblich abgenommen hat, werden viele Mädchen immer noch dieser grausamen Praxis unterworfen. Achtsamkeit ist daher weiterhin dringend geboten. In zwei Gebieten in Irakisch Kurdistan, im Bezirk Arbil und in der Germiyan-Region, veranstalten mobile Teams von WADI reguläre Treffen mit Frauen, Männern und Behördenvertretern. Die Teams untersuchen auch Fälle von FGM und äußern sich regelmäßig in den örtlichen Medien. Erst vor kurzem fand das Team heraus, dass ein sechsjähriges Mädchen in Germiyan nach der Verstümmelung gestorben war. WADI-Mitarbeiterin Layla Ahmed berichtete diese traurige Nachricht am 14. Mai 2017 in der Zeitung Nawzhen. Das Mädchen starb, nachdem ihre Blutung tagelang nicht gestillt werden konnte. Es ist nun die Pflicht der Behörden, diesem Fall nachzugehen und die Täter vor Gericht zu stellen.

In den letzten Jahrzehnten sind in Irakisch Kurdistan Dutzende Mädchen nach ihrer Verstümmelung gestorben. Die Schwester eines der Opfer wurde für den Film ‚Handful of Ash’ interviewt.“ (Bericht von WADI: „Six year old Girl died in Iraqi-Kurdistan after being mutilated“)

 

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