Liefert Nordkorea Chemiewaffen an Syrien?

„Der UNO zufolge sind in den vergangenen sechs Monaten zwei nordkoreanische Lieferungen an die Chemiewaffenbehörde des Assad-Regimes abgefangen worden. In einem kürzlich veröffentlichten 37-seitigen Bericht an den UNO-Sicherheitsrat erklärte ein Ausschuss unabhängiger UNO-Experten: ‚Der Ausschuss befasst sich mit Berichten über verbotene Zusammenarbeit im Bereich der chemischen, ballistischen und konventionellen Waffen zwischen Syrien und der DPRK [Nordkorea]. Zwei Mitgliedsstaaten haben für Syrien bestimmte Lieferungen abgefangen. Ein weiterer Mitgliedsstaat hat den Ausschuss informiert, es gebe Gründe, davon auszusehen, die Güter fielen unter den Vertrag der KOMID [Korea Mining Department Trading Corporation] mit Syrien.’

KOMID wurde 2009 vom Sicherheitsrat auf eine Sperrliste gesetzt und gilt als der entscheidende Waffenhändler und -exporteur Pjöngjangs für ballistische und konventionelle Waffensysteme. Der UNO-Ausschuss erklärte, Empfänger seien ‚syrische Einrichtungen, die von der EU und den USA als Scheinfirmen eingestuft werden, hinter denen sich das syrische Scientific Studies and Research Centre verbirgt’. Dieses Zentrum leitet seit den 1970er Jahren das syrische Chemiewaffenprogramm. Die Experten untersuchen zudem eine mögliche Zusammenarbeit in Verbindung mit dem Scud-Raketen-Programm des Assad-Regimes und der Wartung und Reparatur seiner Boden-Luft-Raketen- und Luftabwehrsysteme.“ (Scott Lucas: „Syria Daily: UN – North Korea Shipments to Assad’s Chemical Weapons Agency Intercepted“)

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