„Kopftuch ist Bevormundung und Sexualisierung des Kindes“

abdel-samad„Religionsfreiheit setzt Freiheit voraus – auch des Mädchens, das jetzt mit sieben oder neun Jahren mit Kopftuch in die Schule kommt. Wer schützt sie vor diesem religiösen Korsett? Das Wichtigste ist für mich die Freiheit des Menschen, seine Persönlichkeit frei zu entfalten, jenseits von politischer Unterdrückung oder familiärer und religiöser Bevormundung. Man kann im Namen der Religion nicht alles machen. Im Koran ist Sklaverei oder Vergewaltigung von Frauen, die man im Krieg erbeutet, erlaubt. Wer das heute tut, begeht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es muss eine Priorität geben: Zuerst die Verfassung, das Grundgesetz, und dann kann man im Rahmen der Verfassung die Religion ausüben. Man kann beten, fasten, nach Mekka gehen, aber nicht alles, was sonst im Koran steht, darf automatisch umgesetzt werden, nur weil es im Koran steht.

(…)

[I]ch bin für ein Kopftuchverbot, bis die Mädchen erwachsen sind, auf jeden Fall in der Schule. Jede religiöse Indoktrinierung von Kindern ist ein Verstoß gegen Menschen- und Kinderrechte. Das Kopftuch ist eine Bevormundung und frühe Sexualisierung des Kindes. Warum soll man davon ausgehen, dass ein Mann Lust auf ein achtjähriges Mädchen hat? Natürlich, wenn der Prophet eine Frau mit sechs Jahren geheiratet hat, kann man sagen, die ist ja heiratsreif. Kopftuch als öffentlich Bedienstete ist auch höchst problematisch, weil die Islamisten das Kopftuch seit Jahren als Propagandamittel nutzen. Das Akzeptieren solcher Symbole ist eine indirekte Unterstützung der islamistischen Propaganda. Darum sollten Staatsbedienstete weder Kreuz noch Kopftuch noch irgendwelche anderen religiösen Symbole tragen.“ (Hamed Abdel-Samad: „Wir haben eine richtige Gewaltseuche im Herzen des Islam“)

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