Gemeinsamer Kampf für Assad: Russland stationiert Langstreckenbomber im Iran

„Russland fliegt vom Iran aus Luftangriffe in Syrien. (…) Das Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, Langstreckenbomber hätten mehrere Ziele in Syrien angegriffen. Der staatsnahe Fernsehsender Rossija 24 berichtete unter Berufung auf iranische und arabische Medien, Maschinen vom Typ Tupolew 22 seien in die iranische Stadt Hamadan verlegt worden. Der Sender zeigte Bilder von mindestens drei Bombern und einem russischen Militärtransportflugzeug, ohne allerdings anzugeben, wann und wo die Bilder aufgenommen wurden. Russland unterstützt wie der Iran den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im inzwischen fünfjährigen Krieg gegen die Rebellen“.

(Bericht auf reuters: „Russland fliegt vom Iran aus Luftangriffe in Syrien“)

 

„Der französische Journalist und Syrien-Experte Nicolas Henin sagte zu BILD, er sehe in den jetzigen Angriffen einen Zusammenhang zur jüngsten russisch-syrischen Niederlage in der Schlacht um Aleppo. Dort hatten Rebellen-Truppen den Belagerungsring, trotz allen Widerstandes der russischen Luftwaffe, Anfang August durchbrochen. ‚Es ist wichtig festzuhalten, dass die Entsendung russischer Bomber in den Iran mit der Offensive der Rebellen, die Blockade von Aleppo zu durchbrechen, zusammenfällt. Ich wäre nicht überrascht, wenn sich die Bombenangriffe auf dieses Schlachtfeld konzentrieren und nicht auf ISIS.‘ Nach allen verfügbaren Informationen richteten sich weiterhin ‚80 bis 90 Prozent aller russischen Angriffe in Syrien nicht gegen ISIS, sondern gegen Oppositionsgruppen‘. Der Buchautor zur Terrororganisation ISIS geht nicht davon aus, dass sich dieses Muster in Zukunft ändern wird.“

(„Julian Röppcke: „Bombenteppiche gegen syrische Rebellen und ISIS. Russen-Bomber fliegen erste Angriffe vom Iran aus“)

 

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