Khamenei: Hetze gegen „Krebsgeschwür“ Israel

Das religiöse Oberhaupt des Iran brachte am Dienstag seine Unterstützung für eine ‚heilige Intifada’ zur Beseitigung des jüdischen Staates zum Ausdruck. Israel bezeichnete er dabei als ein ‚Krebsgeschwür’. Die internationale Gemeinschaft steuere auf eine Konfrontation mit dem ‚zionistischen Regime’ zu.

In seiner Rede zur Eröffnung der sechsten vom Regime veranstalteten internationalen Konferenz zur Unterstützung des gewaltsamen palästinensischen Aufstands gegen Israel rühmte Ayatollah Khamenei den ‚Widerstand’ gegen die ‚brutale Besetzung’, die er als die schlimmste Form der Unterdrückung eines Volkes beschrieb, die in den Annalen der Geschichte verzeichnet sei. Zudem machte er die Gründer Israels für die gegenwärtigen Turbulenzen im Nahen Osten verantwortlich. (…)

Eine Terrorwelle, die von manchen als dritte Intifada bezeichnet wird, begann im vergangenen Jahr und hat ihren Ausdruck vornehmlich in Messerattacken und Angriffen mit Fahrzeugen gefunden, die sich gegen israelische Soldaten und Zivilisten richteten. Sie ‚schreitet in einer vielversprechenden Weise voran’, so der Ayatollah. ‚Und so Allah will, werden wir sehen, dass diese Intifada der Anfang eines sehr wichtigen Kapitels in der Geschichte des Kampfes sein und diesem widerrechtlichen Regime eine weitere Niederlage beibringen wird’.

‚Von Anfang an hat dieses Krebsgeschwür sich schrittweise entwickelt, bis es in die gegenwärtige Katastrophe mündete’, fuhr er fort. ‚Auch die Heilung des Geschwürs sollte schrittweise erfolgen’. (…)

Vor gut 700 Delegierten denunzierte das religiöse Oberhaupt in einem Kongresszentrum in Teheran das, was er als ‚Kompromissstrategien’ bezeichnete – womit er die Befürwortung einer an den Linien von 1967 orientierten Zweistaatenlösung durch die Palästinensische Autonomiebehörde meinte – und rief zu ‚kompromisslosem Widerstand‘ auf.

Die Palästinensische Identität zu schützen, sei ‚eine Notwendigkeit und ein heiliger Jihad’, sagte er in Gegenwart des iranischen Präsidenten Hassan Rohani und des Parlamentssprechers Ali Larijani. ‚Das Paradigma des andauernden heroischen Widerstands und der heiligen Intifada stellt sich dem Paradigma des Kompromisses entgegen’. (…)

Kein anderes Volk habe je so gelitten wie das palästinensische, sagte er. ‚Betrachtet man auf intelligente Weise die Geschichte, so zeigt sich, dass es in keiner historischen Ära je ein Volk gab, dass solchen Schmerz, solches Leid und solche Brutalität zu erdulden hatte. … Noch nie ist es vorgekommen, dass ein reales Gebilde ignoriert wird und ein fingiertes Gebilde seinen Platz einnimmt’.“ (Raphael Ahren: „Iran’s supreme leader backs ‚holy intifada’ to destroy ‚cancer’ Israel“. Eine englische Version von Khameneis Hetzrede wurde von MEMRI veröffentlicht: „Khamenei In Speech At Iran’s Sixth International Conference In Support Of Palestinian Intifada“)

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