Kaum Optimismus: Was iranische Soldaten über den Krieg in Syrien denken

Iran - SyrienEs gibt keine offiziellen Angaben über die iranischen Verluste, aber ausländische Beobachter gehen von rund 400 Toten aus, darunter mehrere hochrangige Offiziere. Dass iranische Truppen im Irak und in Syrien kämpfen, wurde in iranischen Medien ursprünglich nicht erwähnt; die Verschwiegenheit wurde erst gelockert, als der Islamische Staat (IS) 2014 in großen Teilen des Irak auf dem Vormarsch war. (…)

Alireza Moradi, ein 29-jähriger Angestellter einer Privatfirma, der den Friedhof mit Hosseini besuchte, war genauso pessimistisch, was Fortschritte im syrischen Krieg betritt. Wie sein Freund zeigte er keine Anzeichen jenes bombastischen Optimismus, den Mitglieder der kämpfenden Truppe und Ex-Soldaten sich oftmals bemüßigt fühlen, bei Begegnungen mit Medienvertretern an den Tag zu legen. Er hat drei Monate in der irakische Stadt Samara verbracht (…) und einen Monat in Aleppo. Moradi hat auch sieben Monate als Freiwilliger der Basidschi, einer den Revolutionsgarden untergeordneten paramilitärischen Miliz, in Damaskus verbracht. Sein Einsatz endete Anfang 2014. ‚Ich glaube, der Krieg in Syrien wird noch mindestens 20 Jahre weitergehen‘, sagte er. Haben sie von der al-Nusra-Front gehört? Einige ihrer Kämpfer und Kommandeure kommen aus Tschetschenien. Sie sind gut ausgerüstet und erfahren, nachdem sie den Russen in Tschetschenien 20 Jahre lang zugesetzt haben. Es ist sehr hart, gegen sie zu kämpfen.

(Jonathan Steele: „Iranian soldiers: Why we’re fighting in Syria. Social media sites show selfies of Iranian soldiers in combat poses – but behind the bravado, some volunteers are more fatalistic”.)

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