Störaktion von Israelboykott-Aktivisten bei Vortrag an Universität Berlin

„Antiisraelische Aktivisten haben am Dienstag einen Vortrag der Knessetabgeordneten Aliza Lavie (Yesh Atid) in der Humboldt-Universität zu Berlin gestört. Dabei handelt es sich offenbar um den zweiten antisemitischen Vorfall an einer der berühmtesten deutschen Bildungsstätten. Neben Obszönitäten riefen die BDS-Aktivisten: ‚Sie haben das Blut des Gazastreifens an Ihren Händen’ und ‚Kindsmörder’. Lavie ist auf Vortragsreise in Deutschland, wo sie in verschiedenen akademischen Einrichtungen spricht. Zudem trifft sie sich mit Bundestagsabgeordneten und Angehörigen der jüdischen Gemeinde. Einer der Störer trug ein T-Shirt mit der Aufschrift ‚Boycott Israel’. Er beschuldigte die Vertreter Israels der Apartheid.

Lavie erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme: ‚Niemand in Israel oder sonst wo in der Welt wird uns daran hindern, die Wahrheit zu sagen und die industriell betriebene Verleumdung und Hetze gegen Israel zurückzudrängen’. Weiter schrieb sie: ‚Bedauerlicherweise wurde die Veranstaltung rasch zu einer rabiaten antisemitischen Demonstration von BDS-Aktivisten, darunter auch Israelis, die mich nicht zu Wort kommen ließen.’ ‚Dies ist das hässliche Antlitz der Boykottindustrie und der BDS-Bewegung. Sie kämpfen nicht für Frieden oder Rechte, sondern gegen das Recht des jüdischen Volks auf eine nationale Heimstätte im Staat Israel. Es macht mich traurig, dass Deborah, eine Überlebende des Holocaust, dieses beschämende Spektakel miterleben musste’, fügte die Knessetabgeordnete hinzu. Lavie zufolge hatten zwanzig BDS-Aktivisten die Veranstaltung gestürmt. Zwei der Aktivisten, die den Vortrag an der Humboldt-Universität störten, Ronnie Barkan und Majed Abusalama, wurden vergangene Woche wegen ihres Antisemitismus am Auftreten bei zwei BDS-Veranstaltungen in Oldenburg gehindert.“ (Benjamin Weinthal: „BDS activists launch tirade against MK and Holocaust survivor in Berlin“)

 

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