Islamische Welt: Erhöhte Gefahr von Gendefekten wegen Cousinenheirat

Zuverlässige Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Rate der Eheschließungen mit Blutsverwandten in vielen arabischen Ländern bis zu 50 Prozent beträgt. (…) ‚Saudi-Arabien ist ein leibhaftiges gentechnisches Labor’, erklärte der Exekutivdirektor des Prinz-Salman-Zentrums für Behindertenforschung Dr. Stephen R. Schroeder der Times gegenüber. ‚Hier können sie anhand von zehn Familien genetische Störungen studieren, für deren Studium sie in den Vereinigten Staaten 10.000 Familien brauchen würden.’ Doch gilt dies nicht nur für Saudi-Arabien oder den Nahen Osten. Forschungsergebnisse zeigten, dass Eheschließungen unter Blutsverwandten in muslimischen Ländern und Communities überraschend weitverbreitet sind. Einem 2016 im Economist veröffentlichten Bericht zufolge heiraten ungefähr 40 Prozent der Ägypter einen Cousin oder eine Kusine. In Jordanien liegt der Anteil bei 32 Prozent. ‚In Ländern, die von Stammesstrukturen geprägt sind, wie dem Irak und Saudi-Arabien, dem Jemen und Kuwait, dürfte der Anteil noch höher sein’, so der Economist. Eine Untersuchung der BBC aus dem Jahr 2005 ergab, dass von den Angehörigen der großen pakistanischen Bevölkerung in Großbritannien 55 Prozent mit einem Cousin oder einer Kusine verheiratet waren.

Es gibt mindestens zwei Gründe dafür, dass Eheschließungen mit Blutsverwandten in Teilen der muslimischen Welt so weitverbreitet sind (von der Unkenntnis über den Zusammenhang mit genetischen Defekten einmal abgesehen): Tradition und Religion. In weiten Teilen der muslimischen Welt gilt es als ungewöhnlich oder gar anstößig, außerhalb der Familie bzw. des Stammes zu heiraten. Der Druck, innerhalb der Familie zu heiraten, kann enorm sein. (…) Der Druck kann über bloße Kritik hinausgehen. In den letzten Jahren sind in europäischen Ländern muslimische Frauen getötet worden, weil sie sich weigerten, Angehörige zu heiraten. (…)

Das Vorbild für die Eheschließung mit Blutsverwandten stammt aus dem Koran selbst. Im Anschluss an seine militärischen Eroberungen verheiratete der Prophet Mohammed bekanntlich seine geliebte Tochter Fatimah mit seinem Cousin Ali. Dies war ein nennenswerter Ehrerweis. (…) Angesichts dieser langen religiösen Tradition hat es sich als schwierig erwiesen, Muslime davon zu überzeugen, von Eheschließungen unter Blutsverwandten abzusehen. (…) ‚Mein Vater wollte nicht akzeptieren, dass die Tatsache, dass er mit seiner Kusine verheiratet war, sich auf seine Kinder ausgewirkt haben könnte’, berichtete Asiah Khan, eine 36jährige Pakistanerin, die im Vereinigten Königreich lebt. Zwei ihrer Geschwister starben an genetischen Erkrankungen. ‚Er sagte immer: »Die Ärzte täuschen sich. Die Sache liegt in Gottes Händen.«’ (…) Nachforschungen der BBC ergaben beispielsweise, dass nur 3,4 Prozent aller Geburten, aber ‚30 Prozent aller britischen Kinder mit rezessiv vererbten Erkrankungen’ auf britische Pakistanis entfallen. Auch die Kindersterblichkeit ist bei ihnen höher.“ (Jon Miltimore: „Muslim Inbreeding is a Huge Problem – And People Don’t Want to Talk About It“)

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