Islam-Kritiker: „Das Europa der Aufklärung existiert nicht mehr“

Als ich als politischer Flüchtling in Genf ankam, gab es eine Enttäuschung. Ich hatte den Westen idealisiert. Die Entdeckung, dass das Europa der Aufklärung nicht mehr existierte, das Europa der Bücher, die mich bewegt hatten, für die Freiheit zu kämpfen und zu schreiben, war ein großer Schock. Zwar besteht es geographisch fort, wir können es sehen, können es besuchen. Aber wir können nicht mehr bedingungslos in seine Ideen eintauchen oder die Werte und humanistischen Prinzipien erleben, auf denen es gegründet wurde. Es ist jetzt ein anderes Europa. Eines, in dem Künstler und Autoren Selbstzensur üben müssen aus Angst vor Morddrohungen; wo Karikaturen über Jesus Redefreiheit sind, Mohammed zu zeichnen aber „Hassrede“. Ein Europa, in dem viele Linke und Feministen, konfrontiert mit dem Leid der Apostaten, der Frauen und Minderheiten in der islamischen Welt, den Kopf in den Sand stecken. Die gleichen Leute, die über Risiko im Geschäft reden, wollen mit Menschenrechten bei Globalisierung nichts zu tun haben. Im Flüchtlingslager hatte ich Ärger mit Moslems. Dort war ich plötzlich ein Rassist. Ich habe Zeit gebraucht, mich einzuleben. (…)

Wenn Europa wirklich Integration will, dann sollte es etwas gegen diese Islamisten unternehmen. Es gibt einen politischen Islam, dem hier wenig Einhalt geboten wird. Was solche Prediger machen, ist gegen Integration. Das spricht gegen die Werte, die Europa einst so groß gemacht haben und die im postmodernen Europa fehlen. Wenn jemand die Moslem-Karte spielt, sollte man ihm Einhalt gebieten.“ (Kacem El Ghazzali im Interview mit Cordelia Chaton: „Überzeugter Atheist“)

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