IS verschleppt Jesiden nach Syrien

„Es wird davon ausgegangen, dass der Islamische Staat, nun da die Stadt fast vollständig befreit worden ist, die entführten kurdischen Jesiden von Mosul aus in die von ihm im benachbarten Syrien kontrollierten Gebiete gebracht hat. Einem kurdischen Behördenvertreter zufolge ist das Schicksal Tausender Jesiden weiterhin ungeklärt. Der Direktor für Yezidi Abductees Affairs in Duhok Hussein Qaidi erklärte am Samstag Bas News gegenüber, er habe damit gerechnet, Hunderte entführte Jesiden würden bei Abschluss der Kampagne in Mosul gefunden und aus den Fängen des Islamischen Staats befreit werden, doch habe diese Hoffnung sich nicht erfüllt.

Qaidi glaubt, dass die meisten Entführten durch noch vom Islamischen Staat kontrollierten Gebiete im Westen Mosuls nach Syrien gebracht worden sind. Schuld daran habe die irakische Regierung, die diese Route nicht im Voraus abgeschnitten habe. Die irakische Armee habe im Rahmen der mehr als achtmonatigen Kampagne in Mosul und den umliegenden Gebieten auch keinen Plan zur Rettung der Jesiden gehabt, fügte er hinzu. Nachdem sie Sindschar und das umliegende Territorium überrannt hatten, töteten die Kämpfer des Islamischen Staats im Sommer 2014 Tausende kurdische Jesiden und entführten 6000 Frauen, Kinder und ältere Männer. Der Kurdischen Regionalregierung zufolge sind mehr als 3000 von ihnen bislang nicht gerettet worden. Diejenigen, die bereits befreit wurden, leiden an psychischen und körperlichen Traumata.“ (Bericht auf BasNews: „IS Moved Yezidi Abductees from Mosul to Syria: Official“)

Schreiben Sie einen Kommentar


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login