Iranischer Rapper vom Regime mit Tod bedroht

„Shahin Najafi hat immer gesagt: ‚Ich habe keine iran-rapperAngst. Jetzt erst recht.‘ Als zwei Großajatollahs vor vier Jahren ein Todesdekret wegen „Gotteslästerung und Abfall vom Glauben“ gegen ihn erließen und 100.000 Dollar Kopfgeld auslobten, reagierte der Musiker und Satiriker, in dem er schärfer gegen islamischen Extremismus dichtete als zuvor. Vor einem Jahr, als Islamisten ihm nach einem weiteren musikalischen Manifest gegen Unterdrückung und Fanatismus erneut massiv bedrohten, träumte er noch davon, eines Tages wieder in seine Heimat zu reisen – in einen womöglich irgendwann freien, säkularen Iran. Und sagte sein Mantra: ‚Ich habe keine Angst. Jetzt erst recht.‘ (…)

Für seine Unbeugsamkeit wird der Exil-Iraner in seiner alten Heimat verehrt. Seine Lieder werden im Internet millionenfach gehört. ‚Ich bin einer der wenigen kritischen Künstler aus dem Iran, den die Islamisten nicht kleinkriegen.‘ (…) Nach der ersten Fatwa hatte Najafi, der seit 2005 in Köln lebt, eine neue Identität erhalten. Der heute 36-Jährige hatte über den Imam Naghi getextet, einen direkten Nachfahren des Propheten Mohammed, der ein Leben lang unter Hausarrest lebte und trotzdem seinen Humor nicht verlor. Das Cover der Single zeigte eine Moscheekuppel in Form einer nackten weiblichen Brust, auf der eine Regenbogenfahne weht.“ (Uli Kreikebaum: „Exil-Iraner. Kölner Musiker Shahin Najafi wird massiv bedroht“)

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