Irakischer Politiker beschuldigt Kurden der Gründung eines zweiten Israel

Mowaffak al-Rubaie (Quelle: Rudaw TV)

Ein irakischer Regierungsvertreter hat die ‚rassistischen’ Kurden beschuldigt, sie versuchten, ein zweites Israel zu errichten, das der Region Jahre des Konflikts bescheren werde. ‚Der von einigen Rassisten in Kurdistan vorgenommene Schritt wird auf Jahre hinaus zu Instabilität in der Region führen. Die Vertreter derartiger Bestrebungen haben 1948 den Staat Israel gegründet’, erklärte der Abgeordnete der regierenden schiitischen Nationalen Allianz Mowaffak al-Rubaie im irakischen Parlament Journalisten gegenüber. Seit der Gründung Israels habe es drei Kriege gegeben. Rubaie ist ein ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater. ‚Am meisten hat unsere geliebte kurdischen Nation zu verlieren’, ergänzte er.

Am Montag forderte das irakische Parlament Ministerpräsident Haider al-Abadi auf, Truppen in die Gebiete zu entsenden, die seit der von den USA angeführten Eroberung des  Irak 2003 von den Peschmerga kontrolliert werden. Dies war die jüngste von Abadi bekannt gegebene Maßnahme. Am Sonntag forderte er die Nachbarländer auf, ihre Luft- und Landgrenzen zur kurdischen Region zu schließen. Rubaie warnte, dass alle seit 2003 erzielten Errungenschaften der Kurden nun bedroht seien. ‚Die Regierung sollte entscheidende, kraftvolle, starke und praktische Schritte gegen jene einleiten, die das Schicksal des kurdischen Volks abenteuerlich aufs Spiel setzen’, sagte der irakische Abgeordnete. Vorerst solle der Irak allerdings ‚weiche Machtmittel’ gegen die kurdische Führung einsetzen. Während die Anwendung militärischer Gewalt gegen die kurdische Region ‚inakzeptabel’ wäre, seien ‚Sicherheitsoptionen’ jedoch nicht ausgeschlossen.“ (Bericht auf RUDAW: „Iraqi MP: Like Israel, Kurdistan will cause years of war“)

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