Intifada mit Hilfe der UNESCO

Als ein von sechs arabischen Staaten eingebrachter Resolutionsentwurf bei der UNESCO zur Abstimmung kam, war die skandalöseste Passage des ursprünglichen Textes nicht mehr zu finden: Wie von MENA berichtet, sollte die sogenannte Klagemauer in Jerusalem zu einem Teil der al-Aksa-Moschee erklärt werden. Diese Geschichtsklitterung, mit der einmal mehr jede Verbindung des Judentums zu Jerusalem in Abrede gestellt werden sollte, war offenbar selbst der traditionell anti-israelischen UNESCO zu viel. Stattdessen wurde in der nunmehr angenommen Resolution Israel für archäologische Grabungen und angebliche finstere Absichten am Tempelberg verurteilt und wurden Rachels Grab in Bethlehem und das Grab der Patriarchen in Hebron zu „muslimischen Stätten“ und zu einem „Teil des palästinensischen Staates erklärt“. Alex Feuerherdt hat dies zum Anlass genommen, sich anzusehen, wie eine Organisation, deren Auftrag die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur ist, regelmäßig dazu kommt, palästinensischen Propagandalügen den internationalen Segen zu erteilen: „Die Antwort liegt in ihrer Zusammensetzung und in ihrem Modus Operandi begründet. Es gilt das Prinzip: ein Staat, eine Stimme. Die Qualität der Entscheidungen ist somit eine Frage von Mehrheiten, und die sind nicht nur in der Unesco, sondern auch in fast allen anderen UN-Gremien auf der Seite der arabischen und islamischen Länder. Diese Staaten bilden gemeinsam mit den ‚Blockfreien‘ eine Überzahl. Innerhalb dieser Mehrheit unterstützt man sich gegenseitig, wählt sich in verschiedene Gremien und bemüht sich darum, dass Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land nicht zur Sprache gebracht werden. Gleichzeitig erwidern die Autokratien, Despotien und Diktaturen in der Uno seit dem Sechstagekrieg von 1967 die westliche Kritik an ihren Menschenrechtsverstößen immer wieder mit lautstarken Angriffen auf Israel – um auf diese Weise ein eigenes Engagement in Menschenrechtsfragen zu simulieren.“


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