Internationale Geberkonferenz für Gaza: Förderung des islamistischen Terrors

In einem Nebensatz berichtete der Standard gestern, dass die EU 3,9 Millionen Euro für rund 200.000 Flüchtlinge aus der kurdischen Stadt Kobane zur Verfügung stellt. In großen Buchstaben wurde dagegen verkündet, was eine internationale Geberkonferenz in Kairo beschlossen hat: „5,4 Milliarden Dollar für den Gazastreifen“. (Standard, 13. Okt. 2014) Die EU wird 450 Millionen Euro beisteuern – und damit der Herrschaft der Terrororganisation Hamas den Rücken stärken. Indem die ‚internationale Gemeinschaft‘ praktisch als Versicherer für die Schäden auftritt, die die Hamas zu verantworten hat, fördert sie den islamistischen Terror. Denn die fatale Botschaft aus Kairo an die Islamisten in Gaza lautet: Wann immer Ihr mit Eurem Krieg gegen Israel Tod und Zerstörung über die eigene Bevölkerung bringt, werden wir bereit stehen, um die Kosten dafür zu übernehmen.

Mit den umgerechnet 4,3 Milliarden Euro wurden in Kairo sogar mehr als die 3,2 Milliarden zugesagt, mit denen von Seiten der Palästinenser die Kosten für den „Wiederaufbau“ des Gazastreifens beziffert worden waren. (Presse, 13. Okt. 2014) Österreich allein hat mit 6,5 Millionen Euro mehr Geld in Aussicht gestellt, als die gesamte EU für die Flüchtlinge von Kobane. Deutlicher könnte das Missverhältnis kaum zutage treten: Während die Kurden, die vor dem islamistischen Terror des „Islamischen Staates“ (IS) in die Türkei fliehen mussten, mit Peanuts abgespeist werden, werden Milliarden in den von der Terrorgruppe Hamas beherrschten Gazastreifen gepumpt – für einen „Wiederaufbau“, der nur deshalb erforderlich ist, weil die Islamisten den Küstenstreifen mitsamt seinen Bewohnern in ihrem Terrorkrieg gegen Israel in Geiselhaft genommen haben.

Niemand sollte sich Illusionen darüber machen, welche Wirkung die milliardenschweren Zusagen der internationalen Geberkonferenz haben werden: Die Hamas bekommt ein weiteres Mal bestätigt, dass sie jederzeit wieder einen Krieg gegen Israel vom Zaun brechen kann und sich um die daraus resultierenden Kosten überhaupt nicht zu kümmern braucht. Die Milliarden aus aller Welt helfen der Hamas, vor der eigenen Bevölkerung nicht für die Folgen ihrer verbrecherischen Politik geradestehen zu müssen. Nicht einmal pro forma werden die finanziellen Zusagen an einen Gewaltverzicht oder eine Entwaffnung der Islamisten gebunden. Die werden ihr geschrumpftes Raketen- und sonstiges Waffenarsenal auffüllen, so gut es unter den gegebenen Bedingungen möglich ist, und darüber hinaus darauf hoffen, dass die ‚internationale Gemeinschaft‘ Israel zu einer Lockerung der Teilblockade des Gazastreifens zwingen wird. (Von der ägyptischen Absperrung Gazas spricht in diesem Zusammenhang sowieso kaum jemand.)

Von besonderer Naivität beseelt muss sein, wer wirklich glaubt, dass die für den „Wiederaufbau“ importierten Baumaterialien nicht wieder in die Konstruktion von Bunkeranlagen und Tunnelbauten fließen werden. Und weil die Gelder offiziell nicht direkt an die Hamas überwiesen, sondern den Umweg über die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) nehmen werden, ist auch die korrupte PA-Führung im Westjordanland hoch erfreut – kein Wunder, dass Mahmud Abbas die Geberkonferenz in Kairo als „großen Erfolg“ erachtet.

Anstatt die Hamas für die von ihr verursachten Schäden verantwortlich zu machen, trägt die ‚internationale Gemeinschaft‘ dazu bei, die nächste Runde des Krieges gegen Israel vorzubereiten. Wenn diese vorüber ist, werden Kommentatoren in den Medien wieder einen scheinbar nicht zu durchbrechenden „Kreislauf von Reparatur und Zerstörung“ bejammern. (Presse, 13. Okt. 2014) Dass in dieser Formulierung ein wesentliches Element – der Terror und die Gewalt der Hamas – gar nicht vorkommt, entspricht genau dem Geist der Geberkonferenz von Kairo, bei der Milliarden zur Beseitigung von Zerstörungen ausgeschüttet werden, über deren Ursache man nicht sprechen will.


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