Geht es beim „Tempelberg-Streit“ bloß um Metalldetektoren?

In einem Interview mit dem katarischen Sender Al-Jazeera erklärte der stellvertretende Anführer des Islamic Movement in Israel Sheikh Kamal Khatib am 16. Juli, Israel habe Chemikalien in die Mauern der Al-Aqsa-Moschee injiziert, um sie zu korrodieren. Sheikh Khatib erläuterte, dass die Wirkungen der Chemikalien erst mit Verzögerung eintreten würden, sodass Israel behaupten könne, die Risse und Schründe in der Substanz der Moschee hätten natürliche Ursachen.

Kamal Khatib: Vor 22 Jahren sagten wir, dass die Al-Aqsa-Moschee in Gefahr sei. Damals sagten wir, im Rahmen der Ausgrabungen verwende die Besatzung Chemikalien mit langfristiger Wirkung. Diese Substanzen könnten die Felsen und Säulen korrodieren, doch würde sich dies nicht sofort zeigen. Anschließend würden sie dann behaupten können, die Risse in [den Mauern der] Al-Aqsa … So ist es gekommen. An manchen Stellen gibt es Risse und Senklöcher. [Ihr Plan war es,] behaupten zu können, es sei das Werk der Natur. Offenbar … Ich sollte eigentlich nicht »offenbar« sagen …

Interviewer: Entschuldigen Sie, wenn ich Sie unterbreche, Sheikh, aber ist [Israel] jetzt so vorgegangen, als die Moschee geschlossen war? Hat es diesen Geheimplan ausgeführt?

Kamal Khatib: Ja, ja, ja, ja, ja. Ich fürchte – ich bin im Grunde überzeugt davon – dass Israel die Moschee entgegen seiner Behauptung nicht nur schloss, um nach Waffen zu suchen. Sie wissen, dass sich innerhalb der heiligen Al-Aqsa-Moschee keine Waffen befinden.“

 (MEMRI: „Israeli Islamic Leader Kamal Khatib on Jazeera TV: Israel Inserted Chemical Substances into Al-Aqsa Mosque Wall to Cause Corrosion“)

 

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