Fußball: Das scheinheilige „Nein zum Rassismus“

jahanbakhsh„Vor praktisch jedem wichtigen Spiel auf europäischer Ebene tritt der Fernsehkonsument Aug’ in Aug’ mit den Fußballstars aller Couleur. Die Botschaft, die Lionel Messi, Gareth Bale und Co. in ihren Landessprachen verkünden, ist ebenso simpel wie einprägsam – Say NO to Racism. Die Uefa-Kampagne geht unter die Haut und lässt den unter Korruptionsproblemen leidenden Verband wertvolle Image-Punkte sammeln – ob sie im Kern auch ernst gemeint ist, darf aber bezweifelt werden. Denn da wäre der Fall des Alireza Jahanbakhsh, eines iranischen Profis in Diensten von AZ Alkmaar, den man nun nicht ob seiner Fußballkünste, sondern seiner Einstellung gegenüber Juden und Israel kennt. Denn die Europa-League-Partie des niederländischen Erstligisten gegen den israelischen Klub Maccabi Tel Aviv findet am Donnerstag ohne den 23-Jährigen statt – und zwar, weil er sich offensichtlich aus antisemitischen Motiven weigert. Das gab sein Verein auch offen zu: ‚Wir wollen ihn nicht in eine Lage bringen, die dazu führt, dass er später nicht mehr für die Nationalmannschaft seines Landes spielen kann.‘ Und die Uefa? Zeigt sich verständnisvoll, statt derartige Umtriebe sofort zu sanktionieren.“

(Christian Mayr: „Wie war das mit Nein zu Rassismus?“)

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