Islamistischer Feminismus, eine Absurdität

„[E]ine Premiere: Erstmals haben in Deutschland Frauen und Männer protestiert, die sich gegen beides zugleich wehren wollen: Gegen Rechte und gegen Islamisten. (…) [Der Scharia-gläubige Moscheenverband ‚Schura Hamburg‘], hatte zusammen mit der anonym agierenden Initiative ‚Sisters‘ March‘ aus Hamburg den Initiatorinnen des Frauenmarsches vorgeworfen, dass sie zu der ‚Diffamierung von ethnischen und religiösen Minderheiten‘ beitragen. Stein des Anstoßes war Pourkians kopftuchkritische Haltung. (…) [Geschäftsführerin von ‚Terre des Femmes‘ Christa] Stolle klagt: ‚Schauen wir uns doch den Women’s March in den USA mal genauer an. Da protestieren die Pionierinnen der Frauenbewegung zusammen mit Islamistinnen. Durch solche Schulterschlüsse werden Frauenrechte doch verwässert und unglaubwürdig.‘ Das sollte in Hamburg nicht wieder passieren.

Auch die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes erlebt immer wieder massive Anfeindungen wegen ihrer Kritik an Burka und Kopftuch, vor allem aus orthodox-mulimischen Kreisen, aber auch von Linken. ‚Es ist bedrückend, dass wir heute in einer Zeit leben, in der Frauen wieder Angst haben müssen, ihre Meinung offen zu sagen‘, findet Ingrid Staehle, die Terre des Femmes 1981 in Hamburg gegründet hat. Ali E. Toprak, Bundesvorsitzender der kurdischen Gemeinde in Deutschland, war es ebenso wichtig, an diesem Tag dabei zu sein. ‚Ich finde es unerträglich, dass sich bestimmte Gruppen mit dem politischen Islam verbünden. Es geht hier doch um Errungenschaften wie Aufklärung, Frauenrechte und das Recht auf Religionskritik‘, sagt er. ‚Alle Demokraten müssen endlich Farbe bekennen, vor allem die Männer!‘ Verständnis für linke Feministinnen, die sich mit Islamisten verbünden, hat der Kurde wenig: ‚Diese Frauen sollen lieber für Frauenrechte kämpfen, anstatt für das Recht auf das Kopftuch.‘ (…) ‚Eine Frau wird nicht als Muslimin geboren, sie wird dazu gemacht‘, ruft [die deutsch-türkische Autorin Necla] Kelek ins Mikro (in Anlehnung an das berühmte Zitat von Simone de Beauvoir).“ (Alexandra Eul: „Frauenmarsch: Flop oder Erfolg?“)

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