Europas Verstrickung ins türkische Trauma

„Was dieser Tage am Bosporus in Szene gesetzt wird, ist Wende in die Vergangenheit Richtung Zukunft. Der starke Mann, der solche Widersprüche zähmen und vor seinen Wagen spannen kann, ist Recep Tayyip Erdogan. Er ist Parteivorsitzender, Staatschef, Chefideologe, der die säkulare Tradition des kemalistischen Staates als Zugpferd der Modernisierung nutzen will, den seit Gründung der Türkei existierenden tiefen Staat, eingeschlossen das Veto der Militärs, entkernen und als Technokratie in Dienst nehmen will. Bei alldem will er noch der EU unentbehrlich sein aus Gründen, die eher wirtschaftlicher und technischer Natur sind als aus Liebe zur Demokratie.“ (Der Journalist Michael Stürmer in der deutschen Tageszeitung Die Welt: „Das türkische Trauma hält Europa auf Trab“)

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