Was tun mit der „Generation Allah“?

mansour II„E-Mails und Briefe wie diese bekomme ich häufig. Lehrer wollen, dass jemand von außerhalb der Schule ihnen zuhört, ihre Zweifel bestätigt. Wenn ich dann die Schulen besuche, merke ich oft vor allem, wie viel Neugier und Offenheit bei den Jugendlichen und ihren Lehrern besteht und wie viel Potenzial es gibt, mit den Jugendlichen zu arbeiten, egal, ob die Sorgen ihrer Lehrerinnen und Lehrer berechtigt sind. Zugleich wird klar: Diese Aufgabe ist groß, ein bundesweites Konzept für den Schulunterricht fehlt komplett. Das müssen Schulbehörden, Politiker und Fachleute jetzt liefern.

Im Juli 2016 beherrschten erneut grausame Attentate die Schlagzeilen. In Nizza, Würzburg und Ansbach setzten junge Männer die islamistische Ideologie in Gewalttaten um und verbreiteten Angst, Verunsicherung und Wut in der Gesellschaft. Im selben Monat berichteten deutsche Zeitungen von einem anderen – auf den ersten Blick bedeutungslosen – Vorfall an einer Hamburger Schule: Aus religiösen Gründen verweigerte ein muslimischer Schüler seiner Lehrerin den Handschlag. Die Schulleiterin ­akzeptierte die Entscheidung des Schülers. Das allerdings führte zu großer Unruhe in der Schule und dazu, dass mehrere Lehrer dem Abiball aus Protest fernblieben. Ich finde es gut, dass auch solche Vorfälle endlich an medialer Aufmerksamkeit gewinnen. Sie sind schon längst weit verbreitet und führen unter anderem in der Pädagogik zu vielen Herausforderungen. Es ist Zeit für eine grundsätzliche Debatte über diesen Wertekonflikt. Für unseren sozialen Frieden ist sie, auch wenn sie schwerfallen mag, existenziell.“ (Ahmad Mansour: Kampf gegen Islamismus beginnt in der Schule)

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