Es gibt keinen moderaten Flügel des iranischen Regimes

gabriel„Der erhoffte Wandel durch den Atomdeal ist verpufft und scheitert gerade vollends am Regime selbst. Das Gerede vom moderaten Flügel unter Rohani offenbart sich als Phantasieprodukt einer Unkenntnis der Machtverhältnisse im Gottesstaat. Die sogenannten Reformkräfte sind selbst systemtragende Konservative ohne tatsächlichen Reformwillen, denn so etwas lässt das System der Gottesherrschaft gar nicht zu. Rohani war immer ein tragendes Mitglied der klerikalen Herrschaft, kam er doch mit Ajatollah Chomenei aus Paris nach Iran und bekleidete höchste Posten im Sicherheitsapparat. An all den Morden an Schahanhängern, hohen Militärs, demokratischen und linken Oppositionellen und Juden im Ausland war er beteiligt. Er selbst müsste nach einem Regimechange die Internationale Strafverfolgung fürchten, die gerade im Menschenrechtsrat in Genf thematisiert wurde. Das gesamte Regime ist nicht nur wirtschaftsfeindlich und korrupt, sondern extrem kriminell. Die Versuche, sich aus dieser hoffnungslosen Lage zu befreien, scheitern gerade an sich selbst und werden das Land in eine Katastrophe stürzen.

Wer das alles nicht sehen will und sich falschen Illusionen hingibt, scheitert somit grandios am eigenen Anspruch und blamiert sich. Das Regime folgt keiner internationalen Regel der Diplomatie, es verweigert sich jeder Normalität, es verbietet sich jede Einmischung und steigert sich in eine Spirale finaler Gewaltexzesse. Der brutale Untergang Syriens , der Verfall jeder Moral, die es eigentlich auch im Islam gibt, sind die Folgen einer islamische fundamentalistischen Diktatur, der Etablierung eines Gottesstaates vor 37 Jahren im Iran. Die Region brennt und zerfällt. Die Akteure sind unwillig , ideologisch verrannt und unbelehrbar. Gabriel hat nun am eigenen Leib erfahren, dass man solchen Leuten nicht ins Gewissen reden kann mit der Hoffnung, sie könnten sich schämen.

(Christian Zimmermann: „Der Diplomat Gabriel und der menschenverachtende Gottesstaat – ein Lehrstück“)

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