Eine palästinensische Diktatur – mit westlicher Förderung

Ein Schriftsteller, ein Journalist und ein Universitätsprofessor gehen in eine Bar. Das klingt wie ein Witz, hört aber dann auf, komisch zu sein, wenn die drei zu den jüngsten Opfern der Unterdrückung grundlegender Freiheiten — allen voran der Redefreiheit — durch die Palästinensische Autonomiebehörde gehören. Dieses Durchgreifen zeigt wieder einmal deutlich die gewaltsame Intoleranz der vom Westen finanzierten PA ihren Kritikern gegenüber.

Es erinnert auch auf betrübliche Weise daran, dass die Palästinenser auch zwei Jahrzehnte nach der Schaffung der PA von Demokratie soweit entfernt sind wie eh und je. Tatsächlich scheinen die Palästinenser in die entgegensetzte Richtung zu marschieren — hin zur Schaffung eines Regimes, das in bemerkenswertem Maße den despotischen und korrupten arabischen und muslimischen Regierungen ähnelt. (…)

Während es kaum überrascht, dass eine extremistische muslimische Bewegung wie die Hamas ihre Kritiker mundtot zu machen sucht, gibt es keinen Grund, warum die PA, die von den Amerikanern und Europäern finanziert wird, für die Verfolgung von Dissidenten und Inhaftierung ihrer Gegner nicht zur Rechenschaft gezogen werden sollte.

Durch das Versäumnis – oder, genauer gesagt, die Weigerung –, die PA wegen dieser Unterdrückung grundlegender Freiheiten zur Rechenschaft zu ziehen, tragen die amerikanischen und europäischen Steuerzahler zur Entstehung einer weiteren arabischen Diktatur im Nahen Osten bei.“ (Khaled Abu Toameh: „Palestinian Assault on Freedoms“)

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