Die Tempelberg-Kampagne der palästinensischen Führung

„In deutschen und internationalen Medien wurde vielfach der Eindruck erweckt, die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, die die Regierung Netanjahu nach der Erschießung von zwei israelischen Polizisten durch palästinensische Terroristen ergriffen hat, seien der Grund für die aktuellen Unruhen. Doch das stellt eine atemberaubende Umkehrung von Ursache und Wirkung sowie des Täter-Opfer-Verhältnisses dar. Tatsächlich geht es bei dem Konflikt um den Tempelberg weder um verletzte religiöse Gefühle von Muslimen noch um mögliche Fehler der israelischen Sicherheitsbehörden. Die jüngste Konfrontation ist vielmehr das Resultat einer strategisch konzipierten, systematisch betriebenen Kampagne der PA-Führung zur Diskreditierung und internationalen Isolierung Israels.

Diese bereits 2009 initiierte Propaganda-Initiative gründet auf dem verschwörungstheoretischen Verdacht, Israel verfolge einen Plan zur Zerstörung der heiligen Stätten der Muslime und forciere die ‚Judaisierung‘ des Tempelbergs. Das solle in der Wiedererrichtung des jüdischen Tempels an dem Ort gipfeln, an dem heute die muslimischen Kultstätten Al-Aksa-Moschee und Felsendom stehen. (…) Seit die palästinensische Frage im Zuge der zahlreichen blutigen Konflikte im Nahen Osten an Gewicht verliert, gewinnt die Tempelberg-Kampagne für die eigentlich säkulare PA-Führung immer mehr an Bedeutung. Indem sie sich als Verteidigerin der islamischen Religion an vorderster Front darstellt, hofft sie, die erlahmende Unterstützung der arabisch-muslimischen Welt für ihre Sache neu mobilisieren zu können. Solange aber die PA dieses zynische Kalkül weiterverfolgt, wird der Tempelberg nicht zur Ruhe kommen.“ (Richard Herzinger: „Das zynische Kalkül der Palästinenser“)

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