Die Propaganda einer angeblichen „Friedensaktivistin“

Sehr geehrte Redaktion der Kleinen Zeitung,

beim Lesen von Helga Suleimans Gastkommentar zum Gaza-Krieg kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Die Ereignisse der letzten vier Wochen so darzustellen, als habe die israelische Armee nichts anderes im Sinn gehabt, als im Gazastreifen Menschen zu bombardieren und gezielt deren Unterkünfte zu zerstören, ist eine geradezu böswillige Verzerrung. Suleiman empört sich über die (Teil-)Absperrung des Gazastreifens, erwähnt aber nicht, warum diese verhängt wurde – die über zehntausend Raketen, die von Hamas und anderen palästinensischen Terrorgruppen in den letzten Jahren auf Israel abgefeuert wurden, verschweigt sie einfach. Sie echauffiert sich über die angeblich „völkerrechtswidrige Blockade“, obwohl selbst eine von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Untersuchungskommission im Hinblick auf die Seeblockade zu dem Schluss kam, dass diese eine legitime Sicherheitsmaßnahme ist, um den Waffenschmuggel an Terrorgruppen zu verhindern. (Sehen Sie dazu die Schlussfolgerung auf Seite 45 des Palmer-Berichts.)

Der Höhepunkt von Suleimans anti-israelischer Tirade ist freilich ihre Verteidigung des palästinensischen Terrors als „legitime(r) Widerstand“: Sie erteilt damit den Kriegsverbrechen der Hamas ihren Segen, die sich in ihrem Terrorkrieg gegen Israel hinter der palästinensischen Zivilbevölkerung versteckt und mit ihren Raketen wahllos israelische Zivilisten zu ermorden versucht. „Es gibt keinen sicheren Ort in Gaza“, behauptet Suleiman, und verdeckt damit die Tatsache, dass es sehr wohl sichere Orte gibt: die Bunker, in denen sich die Führung der Hamas in Sicherheit bringt, während sie die palästinensischen Zivilisten zu Propagandazwecken in einem Krieg sterben lässt, den allein sie zu verantworten hat. Was die Diffamierung israelischer Selbstverteidigung und die Verteidigung der Kriegsverbrechen einer islamistischen Terrorgruppe mit dem Frieden zu tun haben sollen, um den es der Aktivistin einer „Friedensplattform“ doch angeblich geht, muss Suleiman mit sich selbst ausmachen. Aber warum gibt sich die Kleine Zeitung für solch israelfeindliche Propaganda her?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Medienbeobachtungsstelle Naher Osten (MENA)


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login