Die Neuordnung des Nahen Ostens nach dem US-Rückzug

KrauthammerDiese Woche starteten russische Bomber von iranischen Luftwaffenbasen, um Stellungen der Rebellen in Syrien zu bombardieren. Das State Department gab vor, nicht überrascht zu sein. Dabei sollte es das. Es sollte alarmiert sein. Das nationalistisch-revolutionäre Regime des Iran hat nie zuvor ausländischen Streitkräften erlaubt, von seinem Territorium aus zu agieren. Bis jetzt.

Die Neuordnung des Nahen Ostens geht mit großen Schritten voran. Während die amerikanisch-ägyptische Allianz 40 Jahre lang das Rückgrat der Region dargestellt hat, diktiert heutzutage das russisch-iranische Bündnis das Geschehen. Das ist das Ergebnis von acht Jahren amerikanischen Rück- und Abzugs. Das ist das Resultat des Nuklear-Abkommens mit dem Iran, dem Evakuieren amerikanischer Truppen aus dem Irak und dem völligen Nichtstun in Syrien. (…)

Der Kern der Unordnung ist eine simple Asymmetrie. Es geht um Weltanschauung. Die großen revisionistischen Mächte – China, Russland und der Iran – wissen, was sie wollen: Macht, Territorium, Anerkennung. Und diesen Zielen gehen sie nach. Barack Obama macht sich die Sichtweise des Buches Kohelet zu eigen, dass es sich hierbei um Nichtigkeiten handelt, nichts als Einbildungen.“

(Charles Krauthammer in der Washington Post: „The price of powerlessness“.)

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