Die Boykottbewegung schürt den Hass auf Israel

„So weht der Hass durch deutsche Straßen, der Hass auf Israel, auf Juden, das zeigt das Internet, es reicht, drei Buchstaben zu drücken in die Tastatur: BDS. BDS, das war zuerst, 2005, ein Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft. BDS, das ist jetzt international: eine Bewegung, die Druck auf Israel ausüben will, die für die Rechte der Palästinenser kämpft. BDS, das lebt auch in Berlin, und BDS hat vielleicht Schuld am Hass, der durch die Straßen wehte. Zwar waren jene Hasser vom März, vom Mai keine Offiziellen dieser BDS, doch waren es die Treffen, die BDS organisierte und mitorganisierte. BDS, das bedeutet Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen. BDS, das ist eine Kampagne gegen Israel, vielleicht sogar gegen die Existenz von Israel an sich. (…)

Das alles heißt zusammen eins: das Ende Israels. Denn würden diese Millionen Flüchtlinge in Israel ankommen, wären die Juden eine Minderheit des Landes, und dieses Land wäre dann alles andere, nur nicht Israel. So ist es eine klare, konkrete Vision einer Gesellschaft, eines Landes. Sogar Noam Chomsky und Norman Finkelstein, die Superkritiker Israels, kritisieren deshalb die Bewegung. „Das ist ein Geschenk an israelische Hardliner. (…) Wenn man wirklich Palästinenser hasst, dann ist es ein guter Schritt“, so Noam Chomsky. Dass BDS zu Israel nichts sage, sei kein Versehen, sagt Finkelstein, „denn ein Großteil dieser Bewegung will Israel beseitigen“. Und das kann man auch lesen, hören, sehen in Interviews mit prominenten Boykotteuren, die oft und offen das Ende Israels besprechen. Auch einer der Begründer, Omar Barghouti, sagt, dass das Ziel nicht zwei Staaten seien. (…) Sehen denn die Boykotteure nicht, dass Hass kommt, wenn sie Boykott rufen, und kein Frieden? Sie sehen es. Sie stehen da und sehen zu.“

(Anna Prizkau: „Israel-Boykott Einladung zum Hass“)

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