Die Baath-Ideologie von Syriens Diktator Assad ist grundlegend antisemitisch

„Innerhalb der arabischen Welt gehörte Syrien zu den besser ausgebildeten Ländern mit einer der niedrigsten Analphabetenraten. Aus einer Reihe von Studien über das Lehrmaterial in syrischen Schulen zwischen 2000 und 2008 geht hervor, dass Antizionismus und Antisemitismus fester Bestandteil des obligatorischen weltanschaulichen Unterrichts sind: Zionismus soll auf Lügen basieren, Juden hätten nichts mit den ursprünglichen Bewohnern des Heiligen Landes zu tun, weil sie zu 90 Prozent von Khasaren abstammten, Jerusalem sei von Arabern gegründet worden und eine heilige Stadt nur für Muslime und Christen.

Kurz zusammengefasst, ist der Zionismus den syrischen Schulbüchern zufolge noch schlimmer als der Nationalsozialismus, weil die Juden den Holocaust übertrieben, zugleich die Methoden Hitlers in Palästina perfektionierten. Zudem hätten die Nazis ja einen Grund gehabt, weil die Juden in Deutschland nicht loyal gewesen seien. Das freilich könne nicht verwundern, denn darunter habe auch der Prophet Mohammed gelitten. Solches lernt die syrische Jugend aus Lehrbüchern der Baath-Ideologie mit Titeln wie al-tarbija al-qawmiyya ishtirakiyya, was wörtlich ‚national-sozialistische Erziehung‘ bedeutet.“ (Der Journalist Ruben Gischler in der deutschen Wochenzeitung Jüdische Allgemeine: „Schulen des Hasses. Wie das Regime in Lehrbüchern Antisemitismus verbreitet“)

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