Der Verrat des westlichen Feminismus an den Frauen im Iran

„Dorsa Derakhshani ist momentan vielleicht die tapferste Feministin, die es gibt. Als die 18jährige Schachgroßmeisterin im Januar an einem Turnier in Gibraltar teilnahm, weigerte sie sich, einen Hijab zu tragen, und widersetzte sich damit der islamischen Obrigkeit ihres Landes. Daraufhin wurde sie aus der Nationalmannschaft entfernt. Ihr 15jähriger Bruder Borna wurde ebenfalls entlassen, weil er gegen einen israelischen Schachspieler angetreten ist. Es wäre schön, berichten zu können, dass westliche Feministinnen sich zur Verteidigung um Dorsa Derakhshani geschart hätten, dem ist aber nicht so. Amerikas liberale Feministinnen sind viel zu sehr damit beschäftigt, einen ‚Tag ohne Frauen’ als Protest gegen die Frauenfeindlichkeit von Präsident Trump zu planen. Im Iran ermittelt das Innenministerium jährlich gegen mehr als eine Million Frauen, die sich weigern, ihren Kopf zu bedecken. Mehrere junge iranische Frauen veröffentlichten 2014 ein Video, in dem sie ohne Kopfbedeckung tanzten und Pharrell Williams’ ‚Happy’ sangen. Sie wurden wegen ‚Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit’ verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis und 91 Hieben verurteilt. (Die Urteile wurden für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.) (…)

Unter dem Deckmantel des kulturellen Relativismus scheint sich der westliche Feminismus in eine neue Form des Rassismus entwickelt zu haben. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte scheint für Frauen in bestimmten islamischen Ländern keine Gültigkeit zu haben. (…) Solche Frauen werden sich nie für die Grundrechte der Frauen in muslimischen Ländern einsetzen. Solche Frauen haben kein Recht, sich Feministinnen zu nennen. Das ist eine Ehre, die Frauen wie Dorsa Derakhshani zusteht.“ (Darya Safai: „Western Feminists Snub an Iranian Heroine“)

 

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